Verkehr

Lufthansa: NDC-Anschluss bei Expedia

Lufthansa treibt das Thema NDC voran, allerdings nicht über die GDS-Anbieter

Lufthansa treibt das Thema NDC voran, allerdings nicht über die GDS-Anbieter. Foto: Lufthansa

Die Zusammenarbeit mit dem klassischen Reisevertrieb spielt für Lufthansa nur noch eine Nebenrolle. Doch online baut der Konzern auf den Fremdvertrieb: Ab sofort gibt es eine „strategischen Partnerschaft“ mit Expedia.

Grundlage dafür ist der vom Luftfahrtverband Iata und zahlreichen großen Airlines vorangetriebene Datenstandard NDC. Er soll den Airlines helfen, über Zusatzangebote mehr Geld zu verdienen. Offiziell wird von „individualisierten und maßgeschneiderten Produkten“ gesprochen, die NDC ermögliche.  

Für Expedia bedeutet dies, dass über die Websites des Portals auch die günstigsten Tarife von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines, die so genannten Smart Offer, angeboten werden können. Die Partnerschaft gilt auch für die Expedia-Geschäftsreisesparte Egencia.

Lufthansa will schon im nächsten Jahr rund 20 Prozent des Umsatzes über NDC-Kanäle vertreiben. Einen Vertrag mit GDS-Anbietern wie Amadeus gibt es für diesen Vertriebskanal bislang noch nicht.

Die Airline verkauft inzwischen rund 50 Prozent der Tickets im Direktvertrieb, vor allem über eigene Websites und Mobile-Dienste.

Wohin die Reise im Flugticket-Verkauf geht, ist auch die zentrale Frage des DRV-Distribution Days heute in Frankfurt am Main. Er findet in Kooperation mit der Lufthansa Group statt. Intention ist laut DRV, die Reisebüros „ausführlich und transparent über Chancen und Möglichkeiten“ von NDC zu informieren und gleichzeitig eine Plattform „zum kritischen Austausch zwischen Vertrieb und Airline“ zu schaffen.

Wie Lufthansa über dieses Event hinaus auf den klassischen Vertrieb zugeht, lesen sie hier.

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