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Condor baut die Fernstrecke aus

Condor sieht optimistisch in die Zukunft und untermauert dies mit neuen Fernstrecken

Condor sieht optimistisch in die Zukunft und untermauert dies mit neuen Fernstrecken. Foto: Condor

Der von Thomas Cook abgetrennte Ferienflieger Condor glaubt fest an eine erfolgreiche Restrukturierung – und untermauert dies mit einer deutlichen Aufstockung der Langstreckenflüge im nächsten Sommerflugplan. Wie die Airline ankündigt, fliegt sie im Sommer 2020 erstmals seit zwei Jahren wieder von München aus in die Ferne. Zudem gibt es eine neue Interkont-Strecke von Frankfurt nach Edmonton in Kanada.

Von München aus startet Condor einmal pro Woche nach Cancun, Punta Cana und Halifax. Das US-Ziel Seattle wird dreimal wöchentlich bedient. 2018 hatte der Urlaubsflieger die Langstrecken im Sommer ab München eingestellt und sich auf Frankfurt konzentriert. Im Winter werden bereits die geplanten Sommerziele Cancun und Punta Cana und darüber hinaus Mauritius und Havanna von der bayerischen Landeshauptstadt aus bedient.

Auch am wichtigsten Condor-Standort im Frankfurt werden die Fernflüge ausgebaut. Als neue Destination wird zweimal pro Woche Edmonton angeflogen. Wieder in den Flugplan aufgenommen werden New Orleans mit zwei wöchentlichen Verbindungen sowie Barbados und Tobago (jeweils ein Flug pro Woche).

Am Montag hatte das Amtsgericht Frankfurt im so genannten Schutzschirmverfahren das Hauptverfahren eröffnet. Hierbei handelt es sich um einen formalen Schritt, der es Condor ermöglicht, einen Restrukturierungsplan für eine Zukunft ohne Thomas Cook zu verabschieden. Durch diese besondere Variante des deutschen Insolvenzrechts hat die insolvente Konzernmutter keinen Zugriff mehr auf die Finanzen der früheren Airline-Tochter.

Unterstützt von einem Staatskredit in Höhe von 380 Millionen Euro will sich Condor in Eigenregie für die Zukunft aufstellen. Bis zum nächsten Frühjahr muss die Restrukturierung abgeschlossen und ein neuer Investor gefunden sein (siehe hier).

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