Verkehr

DB will Billig-Tickets noch günstiger machen

Während das Klimaschutzpaket der Bundesregierung, das auch eine Preissenkung für Bahnreisen vorsieht, noch nicht durch den Bundesrat ist, will die Deutsche Bahn nun selbst Fakten schaffen. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll der Einstiegspreis im Fernverkehr zum 1. Januar 2020 von 19,90 auf 17,90 Euro gesenkt werden. Der so genannte Supersparpreis werde „in jedem Fall“ um zehn Prozent sinken, so ein Bahn-Sprecher.

Nach Regierungsplänen sollen durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer eigentlich alle Fernverkehrs-Tickets ab 2020 um zehn Prozent günstiger werden. Doch die Steuergesetze des Klimapakets wurden vom Bundesrat in den Vermittlungsausschuss gegeben. Darauf habe die Bahn laut Bild-Zeitung nun mit der Absenkung des Einstiegspreises reagiert. Zuvor hatte das Unternehmen bereits bekannt gegeben, dass die übliche Preiserhöhung zum Fahrplanwechsel im Dezember entfällt.

Ausgeschlossen ist es aber nicht, dass die Mehrwertsteuersenkung bei Bahn-Tickets doch noch zum Jahreswechsel kommt: Die Länderkammer könnte das Vorhaben auf ihrer Sitzung am 20. Dezember absegnen.

Kommentar (1)

  • Dietmar Rauter
    am 09.12.2019
    So sinnvoll es sein mag, mit noch einmal leicht gesenkten Sparpreistickets für eine gleichmäßigere Auslastung der begrenzten Kapazitäten zu sorgen. Ich nutze diese Angebote in Verbindung mit meiner Bahncard sehr häufig und komme selbet mit zwei oder drei Mitreisenden günstiger von A nach B als mit einem PKW. Aber sinnvoll ist ein Umstieg vom Auto auf die Bahn nur zu erreichen, indem insbesondere in die Knotenpunkte investiert wird, weil diese ständig überlastet sind. Ich bewondere die Bahnhofsmanager z.B. in Frankfurt, Stuttgart oder Hamburg Hbf , wie sie auf verspätete Züge an Bahnsteigen reagieren, für die bis zu 6-7 stündliche Halte von Fern- oder Regionalexpreßzügen vorgesehen sind. Nicht alle potentiellen Bahnnutzer können in verkehrsärmere Zeiten ausweichen.

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