Verkehr

VUSR: Scharfe Kritik an Klimaaktion am BER

Nach der Störung des Flugverkehrs am BER durch Aktivisten der „Letzten Generation“ übt der Reisebüro-Verband VUSR scharfe Kritik. Klimaschutz sei ein „Menschheitsthema“, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Daher sei es auch sehr wichtig, darüber zu streiten, wie Klimaschutz am besten erreicht werden könne. Doch ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr sei „absolut kein adäquates Mittel der Auseinandersetzung“.

„Mit dieser Aktion haben die Aktivisten sich selbst und ihrem wichtigen Anliegen einen Bärendienst erwiesen“, findet Verbandschefin Marija Linnhoff. „Ein schwerer Eingriff in den Luftverkehr ist kein Spaß und kann auch nicht durch das stärkste Anliegen gerechtfertigt werden." Eine solche Aktion bringe potenziell Menschen in Gefahr, auf der Seite der Reisenden und Beschäftigten am Flughafen und bei den Airlines und auch bei den Aktivisten selbst.

Frage nach Sicherheitsvorkehrungen am BER

Darüber hinaus wirft Linnhoff die Frage auf, wie die Aktivisten ungehindert in den Flughafenbereich gelangen konnten. „Eine Lehre aus dieser Aktion muss auch sein, dass die Sicherheitsvorkehrungen an einem internationalen Flughafen wie Berlin offenbar Lücken aufweisen, die es zulassen, dass Aktivisten da scheinbar ohne Problem hineingelangen können. Hier gibt es aus unserer Sicht Aufklärungsbedarf auch seitens des Flughafens und der Bundespolizei.“

Am Donnerstag hatten Medienberichten zufolge Aktivisten gegen 16 Uhr einen Zaun beschädigt und waren auf das Flughafengelände gelangt. Einige klebten sich am Boden fest, andere fuhren mit dem Fahrrad umher.

Durch die Aktion war der Flugbetrieb knapp zwei Stunden lang lahmgelegt. Der Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen wurde zwischenzeitlich gestoppt, mehrere Flüge mussten umgeleitet werden.

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