HX Expeditions: Antarktis-Abend und Flotten-Pläne

Rund zehn Monate nach der Trennung von Hurtigruten sieht sich HX Expeditions als „eigenes, differenziertes Produkt“ im Markt angekommen. Probleme gibt es aktuell aber noch bei der Umstellung des Buchungssystems, räumte CEO Gebhard Rainer beim Top-Partner-Event am Donnerstagabend in Hamburg ein. Und für den geplanten Flottenausbau muss die Reederei wohl auf Plan B zurückgreifen.

Knapp 30 Top-Partner hatte HX Expeditions in Hamburgsimmersive Erlebniswelt Port des Lumieres eingeladen. Im Herzen der Hafencity hatte der Expeditionsreise-Spezialist mittels bildgewaltiger eigens produzierter Projektionen sein Fahrtgebiet Antarktis inszeniert. Auf einem stilisierten Vorschiff erlebten die Reisevermittler die Illusion eines Dinners vor vorbeiziehenden schneeweißen Gletschern.

DACH-Region wichtigster Quellmarkt

Gebhard Rainer dankte den Top-Partnern für ihre Unterstützung bei der Transformation und betonte, dass die DACH-Region der wichtigste Quellmarkt für HX Expeditions sei. Gästezahlen nannte er nicht. Das Expeditionsreisen-Segment habe jedenfalls „sehr großes Potenzial“, sagte Europa-Chef Nathaniel Sherborne, der sich für die weitere Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern einen „offenen und vertrauensvollen Dialog“ wünschte.

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Neues Buchungssystem

CEO Gebhard Rainer unterstrich dies, indem er offen Probleme bei der Umstellung des Buchungssystems einräumte. Reisen bis einschließlich März 2026 verbleiben demnach im alten Buchungssystem Polar Global, solche für 2027/2028 stehen bereits im neuen System Seaware. Dorthin sollen bis zum Januar auch alle bestehenden Buchungen migriert werden, kündigte HX an.

Kein Werftplatz für einen Neubau

Auch zur geplanten Flottenerweiterung gab Gebhard Rainer ein Update: „Die europäischen Werften sind bis 2030 belegt – ein Neubau wäre wohl frühestens 2033 realistisch“, so Gebhard Rainer gegenüber touristik aktuell. Daher spekuliert der HX-Chef auf gebrauchte Tonnage. Für ihn steht fest: „Es wird eine Konsolidierung in unserem Segment geben. Das ein oder andere Start-up aus Zeiten der Corona-Pandemie wird es nicht schaffen.“ Die sich daraus ergebenden Chancen wolle HX für eine vorzeitige Flottenerweiterung nutzen – „entweder in Form eines Mergers oder durch einen Kauf“, so Rainer.

Einen Bericht vom Top-Partner-Event in Hamburg lesen Se in der übernächsten ta-Ausgabe 25/2025, die am 22. Dezember erscheint.

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