Südafrika

Südafrika: Garten Eden am Kap

Farbspiele: Die Garden Route ist mit ihren schönen Stränden ideal für Südafrika-Einsteiger.

Farbspiele: Die Garden Route ist mit ihren schönen Stränden ideal für Südafrika-Einsteiger. Foto: jm

Auf Garden Route ostwärts nach Port Elizabeth

Die Garden Route ist kein gutes Gebiet, um auf optische Großwildjagd zu gehen. Trotzdem gehört sie neben Kapstadt und dem Krüger Nationalpark zu den beliebtesten Zielen in Südafrika. Sandstrände und Lagunen, Dünen und Wälder, Flüsse, Tiere und nette Städtchen lassen das Urlauberherz höherschlagen. Die Garden Route ist ein gutes Einstiegsziel für Besucher, die das erste Mal in Südafrika sind. Umweg über die Kap-Halbinsel
Im südafrikanischen Sommer ist die Strecke stark frequentiert, aber trotzdem findet man überall noch ein Zimmer und einen freien Tisch – wenn man nicht ohnehin beides im Wohnmobil mit sich führt. Genießer stellen der Tour, so sie in Kapstadt beginnen, einen Tagesausflug in den Nordosten zu den Weingütern um Stellenbosch und nach Paarl voran: zu Frank Zlomke, Koch aus dem Rheinland, seit langem in Paarl, 60 Kilometer vor Kapstadt. Er ist ein Superstar unter den Kochkünstlern der Welt und die Nummer eins in Afrika. Wer möchte, investiert weitere 170 Kilometer und einen gemütlichen Tag für die Kap-Halbinsel und das Kap der Guten Hoffnung. Ein Highlight ist auch der Verlauf der Küstenstraße nach Hermanus, ein Mekka für Walbeobachter. Von Juni bis Dezember kommen Hunderte der Riesensäuger nahe an die Küste. 40 Kilometer weiter südlich folgt Gansbaai, ein Fischerort, der zum Synonym fürs Haifischtauchen geworden ist. Die Küstengewässer haben die größte Dichte an Weißen Haien weltweit, und es gehört schon Mut dazu, sich in einem Käfig versenken zu lassen, um einem Weißen Hai ins Maul zu schauen. Buntböcke und Muschelbucht
Am Cape Agulhas ist man am südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Swellendam, 1745 gegründet, ist ein Schmuckstück mit kapholländischen, gregorianischen und viktorianischen Häusern. Der nur sieben Kilometer entfernte Bontebok Nationalpark bietet Buntböcken ein Refugium. 200 der seltenen Tiere leben im Park und versorgen die Reservate im Land mit Nachwuchs, denn die Art war vom Aussterben bedroht. Mossel Bay, die Muschelbucht, wo einst die ersten Europäer landeten, ist ein beliebter Badeort, während in George die Golfer den Weltklasseplatz des Fancourt Hotels schätzen und sich Eisenbahnliebhaber auf den Choo-Tjoe-Train, den ältesten noch betriebenen Dampfzug Afrikas, freuen, der zwischen George und Knysna verkehrt. Schickimicki in Plettenberg
In Wilderness ist der Name Programm. Eisvögel tauchen ins glasklare Wasser, Delfine schwimmen auf den Wogen des Indischen Ozeans. Für viele gibt Knysna die schönste Stadt auf der Route ab, während Plettenberg Bay das Schickimicki-Badeparadies mimt: mit grandiosen, kilometerlangen Sandstränden. Gut 650 Kilometer westlich von Kapstadt erreicht man den Tsitsikamma Nationalpark mit dem schönsten Küstenstrich entlang der Garden Route, ehe kurz danach die 700.000-Einwohner- und Industriestadt Port Elizabeth das Ende der Einsteigerroute markiert.
Jochen Müssig

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