Belgien

Belgien: Süß ist Trumpf

Backsteinfassaden gehören zu Brügge ebenso wie ...

Backsteinfassaden gehören zu Brügge ebenso wie ...

Mit viel Schokolade will Brügge auch in den kühleren Jahreszeiten Besucher locken

... Schokolade.

... Schokolade. Fotos: ew

Malerische Grachten, gotische Backsteinfassaden, Hufgetrappel auf Kopfsteinpflaster: Brügge – belgischer 20.000-Seelen-Ort – suggeriert Nostalgie. Das touristische Programm mit halbstündiger Bootstour, Kunst- und Kulturspaziergängen sowie einer Pferdekutschfahrt füllt einen Tag. Gerade im Sommer strömen die Tagestouristen in die beliebte belgische Stadt, bummeln durch die Altstadtgassen und genießen das Flair alter Zeiten.

Insgesamt an die drei bis dreieinhalb Millionen Gäste kommen im Jahr. Darunter sind nicht nur die häufig individuell anreisenden Bahn- und Autogäste. Gerade wenn Brügge aus allen Nähten platzt, weiß ein jeder: Jetzt hat ein Kreuzfahrtschiff angelegt. Denn die Stadt war einst am Meer gebaut und liegt auch heute nur 14 Kilometer davon entfernt – ideal für einen Ausflug vom Schiff aus.

Aber die touristischen Planer setzen in Brügge nicht nur auf den florierenden Tagestourismus. Angestrebt werden mehrtägige Aufenthalte mit Übernachtungen in der Stadt sowie eine stärkere Besucherfrequenz in den kühleren Monaten. Dabei wird auch der Qualitätsaspekt ins Visier genommen. Erst Anfang Mai hat die Kempinski-Kette das erste Fünf-Sterne-Hotel in der Stadt eröffnet, und zwar stilecht in den renovierten Gemäuern des ehemaligen Prinsenhofes, einer Schlossanlage aus dem 15. Jahrhundert mitten in der Altstadt. Diese kaufkräftige Klientel ist bei den städtischen Touristikern sehr willkommen. Aber auch im Bereich der individuellen Unterkünfte verweist der Anstieg von hochpreisigeren Bed & Breakfasts einerseits auf das aktuelle Ziel wie auch auf eine gestiegene Nachfrage seitens der Gäste. So kann man sagen: In Brügge liegt die luxuriöse Unterkunft mit Charme im Trend.

Um die Stadt im Winter attraktiver zu machen, setzen die Brügger zum einen auf Bewährtes wie Schokolade. An die 50 „süße“ Geschäfte bestimmen das Stadtbild, davon produzieren noch fünf vor Ort. Man organisiert sich in einer Zunft und hat im letzten Jahr erstmals den Sckokoladenmarkt aus dem Hut gezaubert. Auch die gut sortierte Gastronomie macht mit – Restaurants kreieren eigene Schokoladenmenüs. Der Weihnachtsmarkt und die Eispiste für Schlittschuhläufer sollen Brügge zusätzlich für Winterbe?sucher anziehender machen. Die Stadt offeriert Weihnachtsspaziergänge mit besonderen Geschichten, bietet Museumspässe und Hotel-Arrangements mit einigen Goodies wie freien Eintritt in eines der Museen, zum Konzert oder zur Stadtführung. Dabei fallen die Hotelpreise besonders in Monaten wie Januar und Februar unter der Woche.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.brugge.be.

Elke Weiler

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