Portugal

Aktiv in der Algarve

Sportlich unterwegs auf dem Wanderweg Rota Vicentina

Sportlich unterwegs auf dem Wanderweg Rota Vicentina

Portugals Süden hat mehr zu bieten als Sand, Sonne und Strände

Tolle Ausblicke gibt es an der Algarve zuhauf.

Tolle Ausblicke gibt es an der Algarve zuhauf. Fotos: cd

Klare Verhältnisse herrschen im lusitanischen Süden. An der Küste werden die Badehandtücher ausgerollt, im Hochsommer sind die Strände regelrecht belagert. Doch sobald man sich von der Wasserlinie wegbewegt, wird es ruhig und ursprünglich. Für sportive Naturen ist das Hinterland mit seinen authentischen Dörfern als Reiseziel daher besonders interessant. Die richtige Zeit für Outdoor-Aktivitäten sind Frühjahr und Herbst. Drei Wege zur Auswahl
Drei Fernwanderwege führen durch den portugiesischen Süden. Die kürzeste dieser Routen bildet die auch als GR 15 bekannte Grande Rota do Guadiana. Sie verläuft über 65 Kilometer in Nord-Süd-Richtung unweit der Grenze zu Spanien. Benannt ist der Weg nach dem Grenzfluss Guadiana. Die Route stellt keine allzu großen Anforderungen an Kondition und Trittsicherheit.

Wikinger Reisen bietet hier eine geführte, achttägige „Standortwanderung Ostalgarve an“, die auch Teile des GR 15 im Programm hat. Wer sich die Grande Rota do Guadiana von Süd nach Nord vornimmt, hat nicht nur die Sonne meist im Rücken und damit die Landschaft wie ein beleuchtetes Bühnenbild vor sich, sondern erreicht mit dem Zielort Alcoutim auch den Startpunkt zu einem weiteren Fernwanderweg.

Sportlich auf der Via Algarviana
Rund 300 Kilometer windet sich die Via Algarviana als GR 13 in vierzehn Abschnitten in ost-westlicher Richtung durch das bäuerliche Hinterland. Der härteste Teil der Tour ist der Abschnitt zwischen Silves und Monchique, wo es rund 30 Kilometer  stramm bergauf und bergab geht. Vor allem der Anstieg auf 850 Meter unterhalb des Bergs Foia (902 Meter) ist knackig.

Die Via Algarviana ist inzwischen auch bei Mountainbikern ein beliebtes Terrain. Auf zwei Rädern ist man zudem flotter unterwegs als auf Schusters Rappen. Fünf Tage sollte man dennoch kalkulieren, wenn man die gesamte anspruchsvolle Strecke bewältigen will. Sportliche Radreisen gibt es etwa über den Veranstalter Pedalo. Gelegenheitsradler sind mit einem vor Ort ausgeliehenen Drahtesel und dem Küstenradweg Ecovia Litoral gut bedient.

Naturerlebnisse auf der Rota Vicentina
Wo die Via Algarviana aufhört, in Sagres am Cabo Sao Vicente, beginnt die Rota Vicentina mit insgesamt 350 Kilometern Länge. Dieser Weg verspricht wortwörtlich Natur pur, denn er führt überwiegend durch das geschützte Gebiet des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina. Im nördlichen Teil, der durch das Alentejo verläuft, muss man allerdings entscheiden, ob man den „Historischen Weg“ durch Wald und Feld oder den anspruchsvolleren „Fischerpfad“ unmittelbar entlang der Küste wählt. Hierfür sind Schwindelfreiheit und absolute Trittsicherheit erforderlich. Erst weiter südlich, ab Odeceixe, das bereits zur Algarve gehört, gehen vier Schlaufen des blau markierten Fischerpfades direkt vom grün gekennzeichneten Hauptweg ab und lassen so spontane Entscheidungen für die Tagesrouten zu.
Claudia Diemar

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