Mo 18.12.17

Ras Al Khaimah: Von wegen nur ein Badeziel


Das Emirat punktet auch mit Klettersteig und der längsten Zipline der Welt


Als Beach-Destination für Familien hat sich Ras Al Khaimah bereits einen Namen gemacht

Als Beach-Destination für Familien hat sich Ras Al Khaimah bereits einen Namen gemacht

So soll der Startpunkt der Zipline aussehen. Fotos: RAK Tourism Authority

So soll der Startpunkt der Zipline aussehen. Fotos: RAK Tourism Authority

Wenn es derzeit so häufig heißt, Ras Al Khaimah sei „das neue Dubai“, ist das maßlos übertrieben. Gut, das viertgrößte Land der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besitzt mit Marjan Island auch eine vier Kilometer lange künstliche Insel und eine stattliche Zahl von Hotels mit fünf Sternen und Resorts. Und im Dienstleistungssektor arbeiten die wenigsten der 345.000 Einheimischen, stattdessen Arbeitnehmer aus aller Welt. 

Damit ist aber auch schon Schluss mit den Gemeinsamkeiten. In Ras Al Khaimah gibt es weder heruntergekühlte Mega-Malls noch gigantische Freizeitparks oder Hunderte von Wolkenkratzern.

Feinster Sand an vielen Strandhotels

Strände sind das touristische Kapital der aufstrebenden Destination. Sie bieten zumeist feinen weißen Sand und erstrecken sich über insgesamt 64 Kilometer. So ist es nicht verwunderlich, dass außer den Stadthotels alle Häuser ein großzügig bemessenes Strandareal besitzen. Für Badevergnügen ist also gesorgt – wenn die Gäste im Winter anreisen. Der Sommer ist in der Destination Nebensaison, von Mitte Mai bis Mitte September klettern die Temperaturen mühelos über 40 Grad im nicht vorhandenen Schatten. Dann fahren die Hotels ihr Animationsangebot deutlich zurück, da sich ohnehin niemand daran beteiligt. 

Der höchste Berg der Emirate

Doch es gibt auch noch eine andere Welt – und die ist durchschnittlich zehn Grad kühler als die Küste. Ras Al Khaimahs bizarre Bergwelt liegt nur einen Katzensprung von der Hauptstadt entfernt und ist ein Muss für jeden Urlauber. 

Die Abenteuerlustigen unter ihnen haben Spaß an der Via Ferrata, dem „Eisenweg“, dessen drei Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade letztes Jahr unterhalb des Gebirgsgipfels Jebel Jais in eine Steilwand gehauen wurden. Der Jebel Jais ist mit 1.934 Metern der höchste Berg der Emirate. Zur Zeit wird dort an einer Aussichtsplattform gearbeitet, die einen weiten Blick auf die Bergwelt und ihren Gipfel bieten wird.

Noch in diesem Jahr ist er für eine Sensation gut: An diesem Berg wird die längste Seilrutsche der Welt eröffnet. Mit einem Karabinerhaken werden die Wagemutigen mit der Zipline verbunden und rasen dann mit einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern ins Tal. 

Die genaue Länge der Zipline wird erst am Eröffnungstag verraten. Sie muss aber über 2,2 Kilometer betragen, denn das ist die Länge des bisherigen Weltrekordhalters in Puerto Rico.

Wenig Geschichte zum Anfassen

Zum Portfolio der Destination gehören auch Golf, Wassersport jeglicher Art, Wüsten-Ausflüge, Falken-Shows, Kamel- und Pferdereiten und diverse Zeugnisse der 7.000-jährigen Geschichte des Landes. Diese sind zumeist jedoch wenig attraktiv, so etwa das enttäuschende Nationalmuseum.

Etwas spannender ist die Mohammad Bin Salem Moschee. Sie hat keine Minarette und ist eine der ältesten der Emirate. Nicht ganz uninteressant ist auch das private Bin Majid Museum mit Sammlungsstücken aus mehreren Jahrhunderten. 


Horst Schwartz

 

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