Sa 25.11.17

Russland: Das Olympische Dorf


Wie ein kaukasischer Kurort von den Winterspielen profitiert hat


Im Olympiapark Sotschi hinter der einstigen Olympia-Flamme wird das Stadion für die Fußball-WM 2018 umgebaut

Im Olympiapark Sotschi hinter der einstigen Olympia-Flamme wird das Stadion für die Fußball-WM 2018 umgebaut

Blick aus der Gondelbahn auf den Kurort Rosa Khutor im Kaukasus. Fotos: hpg

Blick aus der Gondelbahn auf den Kurort Rosa Khutor im Kaukasus. Fotos: hpg

Mit Direktflügen von Berlin/Schönefeld nach Sotschi-Adler am Schwarzen Meer gab Condor bereits im vergangenen Februar einen Vorgeschmack auf das für 2018 geplante größere Engagement. 

So empfing uns ein großzügig modernisierter und deutlich vergrößerter Airport unter Palmen, bevor es auf der neu angelegten, gut 40 Kilometer langen Straße in den modernen kaukasischen Kurort Rosa Khutor bei Krasnaja Poljana ging. Während man hier vor den Olympischen Spielen 2014 auf einem äußerst beschwerlichen Weg oft sehr lange unterwegs war, reichen nun 40 Minuten per Bus oder 30 Minuten mit dem neuen Schnellzug vom Flughafen direkt in die imposante Bergwelt des Kaukasus.

Alexander Belokobylskiy, der stellvertretende Direktor des Kurortkomplexes Rosa Khutor, ist stolz auf das zu den Spielen entstandene Feriengebiet inmitten der bizarren Bergwelt in unmittelbarer Nähe der Subtropen.

„Wir sind der größte Skiort Europas, der in den letzten 30 Jahren gebaut wurde. Wo zu den Olympischen Spielen 2.600 Sportler und Mitglieder der Sportverbände wohnten, erholen sich heute in 14 Hotels, fünf Aparthotels und elf Chalets vor allem Touristen aus Russland.“ 

Früher gab es hier nur einen Lift, jetzt sorgen 27 moderne Liftanlagen und Gondelbahnen dafür, dass die Gäste bequem die 94 Pistenkilometer befahren können.

Beeindruckend auch das ehemalige Olympische Dorf Rosa Khutor Plateau. Hier gibt es nicht nur Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, sondern im Vier-Sterne-Hotel Rosa Springs auch einen neuen Spa-Bereich mit Heilwasser.

 Im wichtigsten Kurort Russlands kann man in 30 Restaurants, Cafés und Bars die russische und georgische Küche probieren, sich im Etno-Park typische Gebäudeensembles aus verschiedenen Regionen des Landes (samt aktiver Handwerker) anschauen oder im multifunktionalen Hallenkomplex Konzerte besuchen.

Attraktionen sind auch der Kletterpark „Panda Park“ am staatlichen Biosphären-Reservat mit Wisenten, Luchsen, Schakalen und Wölfen sowie der Skypark mit Europas höchsten Bungee-Sprüngen (207 Meter) und einer über 400 Meter langen Hängebrücke. Im Sommer lockt zudem ein Badesee in Rosa Khutor auf knapp 600 Metern Höhe. 

Hotelgäste können dann auch den kostenlosen Bustransfer zum eigenen Schwarzmeerstrand nutzen. Dort erwartet sie auch der Olympiapark mit verschiedenen Attraktionen, dem flaggengeschmückten Medaillenplatz und der Formel-1- Rennstrecke. 

Hier wird gerade das große Olympia-Stadion für die Fußball-WM 2018 umgebaut. „Wir hatten 2016 etwa 1,8 Millionen Gäste, darunter aber nur sieben Prozent Ausländer“, so der Manager von Rosa Khutor. Bei einer Tageskapazität von etwa 15.000 Besuchern bleibt da zwischen Subtropen und Hochgebirge noch reichlich Luft nach oben.


Hans-Peter Gaul

 

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