DRV fordert weitere Senkung der Luftverkehrssteuer

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Luftverkehrsteuer weiter zu senken und die Standortkosten für Airlines und Flughäfen zu reduzieren. Hohe staatliche Belastungen gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland und hätten negative Folgen für die gesamte Reisewirtschaft, erklärte DRV-Präsident Albin Loidl bei einem politischen Diskussionsforum in Berlin mit der Vorsitzenden des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, Anja Karliczek, und dem Präsidenten des BTW, Sören Hartmann.

„Wenn Fliegen ab Deutschland zu teuer wird, verlieren am Ende alle – Reisebüros, Reiseveranstalter, Familien und letztlich der gesamte Wirtschaftsstandort“, sagte Loidl. Die Luftverkehrsteuer und weitere Abgaben führten dazu, dass Fluggesellschaften Kapazitäten reduzierten, Verbindungen strichen und Ticketpreise stiegen.

Loidl: Urlaub muss bezahlbar bleiben

Nach Angaben des DRV hat dies direkte Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Rund 85 Prozent aller Pauschalreisen enthalten einen Flug. Fehlende Kapazitäten verteuerten Reisen und schränkten die Angebotsvielfalt ein. Besonders betroffen seien Familien und Haushalte mit geringerem Einkommen. „Urlaub muss bezahlbar bleiben“, forderte Loidl. „Schon jetzt beobachten wir, dass insbesondere einkommensschwächere Haushalte auf Reisen verzichten müssen. Diese Entwicklung ist besorgniserregend.“

Der Verband verweist zudem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus. Nach DRV-Angaben erwirtschaftet die Branche 3,7 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in Deutschland und sichert rund 2,7 Millionen Arbeitsplätze.

Steuersenkung zum 1. Juli nicht ausreichend

Die Forderungen wurden im Rahmen des Forums „Wertschöpfung des Luftverkehrs“ diskutiert, das vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) gemeinsam mit mehreren Wirtschafts- und Tourismusverbänden veranstaltet wurde.

Ende Mai hatte der Bundestag eine Wiederabsenkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli beschlossen. Vorgesehen ist, dass der Steuersatz für Kurzstreckenflüge von 15,53 auf 13,03 Euro gesenkt wird, für die Mittelstrecke von 39,34 auf 33,01 Euro und für Fernflüge von 70,83 auf 59,43 Euro. Zwar begrüßte die Luftverkehrsbranche die Steuersenkung, forderte jedoch ebenso wie der DRV weitere Entlastungen.