
Update 17. August 2026
Der Streik am Airport von Barcelona geht weiter, Passagiere müssen nach wie vor mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Ein Arbeitskampf auf Mallorca wurde dagegen zunächst ausgesetzt.
Seit fast zwei Wochen sorgt ein unbefristeter Streik von Beschäftigten des Abfertigungsunternehmens Groundforce für Störungen am Flughafen Barcelona-El Prat – und ein Ende ist noch immer nicht abzusehen. Spanischen Medien zufolge haben Gewerkschaft CGT und Arbeitgeber bislang keine Einigung erzielen können, weshalb der Arbeitskonflikt weiterhin andauert.
Zwar federn vom spanischen Verkehrsministerium festgelegte Mindestdienste nach wie vor schwere Einschränkungen auf dem Flugbetrieb ab, dennoch sind Auswirkungen für Passagiere weiterhin spürbar. Allerdings gibt es momentan keine einheitlichen und aktuellen Zahlen dazu. Während CGT am vorletzten Wochenende die Zahl der gestrichenen Flüge auf 50 bezifferte, sprach ein Arbeitnehmervertreter gegenüber der Zeitung La Vanguardia von 150 bis 170 Flügen sowie etwa 3.000 Gepäckstücken, die am Airport zurückgehalten wurden.
Groundforce betreut in Barcelona diverse Airlines wie Lufthansa, Air Europa, Air France und Turkish Airlines. Die Lufthansa-Gruppe weist auf ihrem Vertriebspartner-Portal Experts darauf hin, dass es weiterhin zu Streichungen und Verspätungen im Flugplan ihrer Airlines kommen kann.
Streik auf Mallorca ausgesetzt
Auch auf Mallorca wurde vergangene Woche gestreikt, dort konnte allerdings am Freitag erst einmal Entwarnung gegeben werden. Wie unter anderem die Mallorca Zeitung berichtet, wurde der vier Tage lang dauernde Arbeitskampf beim Bodenabfertiger Swissport vorerst beendet. Die Gewerkschaft Comisiones Obreras und das Unternehmen hätten sich bei einem Treffen vor dem balearischen Schlichtungsgericht auf eine Vereinbarung verständigt, weshalb der Streik ausgesetzt worden sei.
Swissport übernimmt am Flughafen von Palma die Bodenabfertigung für Fluggesellschaften wie Condor, die TUI-Airlines und TAP Air Portugal. Wegen der in Spanien vorgeschriebenen Mindestdienste blieben auch dort größere Auswirkungen auf den Flugverkehr begrenzt.
Update 11. August 2026
Airport-Streik in Barcelona: 50 Flüge ausgefallen
Der Streik des Bodenpersonals in Barcelona-El Prat dauert an. Seit einer Woche fallen nun Flüge aus, Gepäck bleibt liegen und Passagiere kämpfen mit langen Wartezeiten.
Seit einer Woche läuft nun der unbefristete Streik des Bodenpersonals am Flughafen von Barcelona-El Prat. Obwohl nicht massenhaft Flüge gestrichen wurden, sind die Auswirkungen dennoch deutlich spürbar: Spanischen Medienberichten zufolge fielen bis zum vergangenen Wochenende immerhin 50 Flüge aus, etwa 1.500 Gepäckstücke konnten nicht aufgegeben werden.
Seit vergangenem Dienstag befinden sich die Mitarbeitenden des Dienstleisters Groundforce im Streik (siehe Erstmeldung und Updates unten). Dies betrifft neben dem Bodenpersonal die Beschäftigten aus den Bereichen Check-in, Passagierabfertigung und Flugkoordination. Neben Flugstreichungen mit entsprechenden Stornierungen und Umbuchungen bringt dies für Passagiere Verspätungen sowie Unannehmlichkeiten am Airport wie lange Wartezeiten mit sich.
Streikende ist noch nicht absehbar
Betroffen vom Ausstand sind diverse Airlines wie Air Europa, Air France, KLM und auch Lufthansa. Zum Beispiel starteten vergangene Woche mehrere Flugzeuge der Kranich-Airline mit Ziel Frankfurt ohne Gepäck.
Wie lange der Streik fortgesetzt wird, ist ungewiss – denn die Fronten zwischen Gewerkschaft CGT und Arbeitgeber scheinen verhärtet. Einer der Gründe, der die Beschäftigten zum Protest veranlasst hat, sei die Untätigkeit der Geschäftsleitung angesichts der „gravierenden Verschlechterung“ des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbedingungen am Standort, heißt es etwa in einem Bericht des Portals Economía Digital. Vergangene Woche hatte CGT bekräftigt, dass der Streik länger dauern könnte.
Bereits im Frühjahr hatten die Bodenabfertigungsmitarbeiter von Groundforce gestreikt, allerdings nicht nur in Barcelona, sondern an insgesamt einem Dutzend spanischen Flughäfen.
Update 6. August 2026, 11.50 Uhr
Flughafen Barcelona: Gewerkschaft will länger streiken
Der Streik am Flughafen Barcelona geht weiter, auch Flüge von Lufthansa nach Frankfurt sind von Störungen betroffen.
Der seit Dienstag laufende Streik des Bodenpersonals am Flughafen Barcelona-El Prat wird sich wohl noch länger hinziehen. Dies bekräftigte die Gewerkschaft CGT, die rund 1.200 Beschäftigte des Dienstleisters Groundforce zum unbefristeten Ausstand aufgerufen hatte (siehe Erstmeldung unten).
„Es wird kein zweitägiger Streik sein, wir werden versuchen, ihn zu verlängern“, so CGT-Sprecherin Esther García laut einem Bericht des katalanischen Nachrichtenportals APD Noticies. Sie verwies darauf, dass die Belegschaft seit Monaten um Gespräche mit dem Unternehmen gebeten habe und der Streik nun als letztes Mittel eingesetzt werde.
Auch Lufthansa-Flüge betroffen
Seit Dienstag befinden sich die Groundforce-Mitarbeitenden in Barcelona im Streik. Obwohl dies bislang nicht zu massenhaften Flugausfällen geführt hat, sind die Folgen dennoch spürbar. Es kommt zu Wartezeiten am Airport sowie Flugverspätungen, allein am Dienstag wurden laut Bericht 20 Flüge gestrichen, weitere acht waren verspätet.
Neben vielen anderen Airlines wie Air Europa, Air France und KLM ist auch Lufthansa vom Ausstand betroffen. So starteten am frühen Morgen zwei Flugzeuge der Kranich-Airline mit Ziel Frankfurt ohne Gepäck. Außerdem mussten Passagiere von fünf Fluggesellschaften teilweise auf andere Flüge umgebucht wurden.
Passagiere sollten Flugstatus immer prüfen
Doch auch Fluggäste nicht direkt betroffener Airlines sollten aufmerksam bleiben, wie das Portal Reisen Exklusiv rät: Auswirkungen eines Arbeitskampfes könnten sich auf den gesamten Flughafenbetrieb ausweiten. So sei es auch bei Airlines wie Iberia, Level oder Vueling, die überwiegend von anderen Bodenverkehrsdiensten betreut werden, am ersten Streiktag zu einzelnen Verspätungen und Flugstreichungen gekommen. Deshalb empfiehlt es sich immer, den aktuellen Flugstatus der jeweiligen Airline vor der Anreise zum Flughafen zu prüfen.
Update 5. August 2026, 15.30 Uhr
Streik in Barcelona: Eurocontrol warnt vor Chaos
Am Flughafen Barcelona-El Prat setzt sich der Streik des Bodenpersonals fort und damit auch die Störungen im Flugbetrieb. Eurocontrol warnt vor einem „kritischen Sommer“ an spanischen Airports und plant Sondermaßnahmen.
Der unbefristete Streik des Bodenpersonals am Flughafen Barcelona-El Prat ist am Mittwoch fortgesetzt worden. Weiterhin müssen Fluggäste mit Wartezeiten am Airport sowie Flugverspätungen und -ausfällen rechnen. Am gestrigen Dienstag mussten 16 Flüge gestrichen werden.
Am stärksten betroffen sind die Fluggesellschaften, die am katalanischen Flughafen von Groundforce betreut werden. Dazu gehören neben vielen anderen Lufthansa, Air Europa, Air France-KLM, Turkish Airlines und United Airlines.
Eurocontrol spricht von einem „kritischen Sommer“
Laut einem Bericht der regionalen Tageszeitung La Opinión de Murcia hat die europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol vor einem „kritischen Sommer“ an den spanischen Flughäfen El Prat und auch Madrid-Barajas und Sevilla gewarnt und aufgrund der steigenden Flugzahlen Sondermaßnahmen angekündigt. Das europäische Flugnetz verzeichne in der Regel mehr als 36.000 Flüge pro Tag, an Tagen mit besonders hoher Nachfrage werde Zahl von 37.500 Flugbewegungen überschritten.
Wenn der Streik lange andauern sollte, könnten die Auswirkungen gravierend sein. Laut dem spanischen Verkehrsministerium haben die vom bestreikten Bodenabfertiger Groundforce betreuten Fluggesellschaften zwischen August und September rund 11.600 Flüge und fast 2,4 Millionen Sitzplätze geplant, sodass bis zu zwei Millionen Passagiere betroffen sein könnten. Es wurden jedoch je nach Art der Strecke Mindestdienstleistungen zwischen 35 und 80 Prozent festgelegt, um einen Teil des Flugbetriebs zu gewährleisten.
Update 4. August 2026, 14 Uhr
Streik in Barcelona: Bislang 20 Flüge gestrichen
Am Flughafen von Barcelona hat am Dienstag um Mitternacht der angekündigte Streik von Beschäftigten des Bodenabfertigers Groundforce begonnen. Insgesamt knapp 1.200 Mitarbeiter unter anderem in der Abfertigung, an Check-in-Schaltern und beim Boarding haben unbefristet ihre Arbeit niedergelegt.
Wie das Online-Portal 20 Minutos meldet, waren bislang mindestens 20 Flüge von den Streiks betroffen. Laut der Gewerkschaft CGT, die zum Streik aufgerufen hatte, wurden am Dienstag 16 Flüge annulliert. Die Tageszeitung La Vanguardia berichtet, dass bereits am Sonntag und Montag jeweils drei Verbindungen gestrichen wurden. Betroffene Passagiere seien auf andere Flüge umgebucht worden oder hätten ihr Geld zurückerhalten. Wegen des Ausstands kam es am Dienstag auch zu längeren Warteschlangen beim Einchecken, beim Einsteigen oder bei der Gepäckausgabe.
Erstmeldung 3. August 2026
Barcelona: Flughafen-Streik ab 4. August
Am Flughafen Barcelona-El Prat droht ab dem morgigen Dienstag (4. August) ein unbefristeter Streik des Bodenpersonals. Betroffen sind unter anderem Check-in, Gepäckabfertigung und Boarding, wie unter anderem das Portal Travelnews unter Berufung auf spanische Medien berichtet. Aufgerufen zum Ausstand hat die Gewerkschaft CGT rund 1.200 Mitarbeitende des Bodenabfertigers Groundforce.
Von dem Streik dürften zahlreiche Airlines betroffen sein. Unter anderem betreut Groundforce in Barcelona Lufthansa, Air Europa, Air France, KLM, ITA Airways und United Airlines.
Länge des Streiks und Auswirkungen bislang unklar
Je nach Länge der geplanten Arbeitsniederlegung könnten viele Fluggäste betroffen sein: Dem Bericht zufolge sind zwischen Anfang August und Ende September bei den von Groundforce abgefertigten Airlines rund 11.600 Flüge mit knapp 2,4 Millionen angebotenen Sitzplätzen geplant.
Wie stark der Flugbetrieb wirklich eingeschränkt sein wird, ist bislang noch unklar. Um den Betrieb teilweise aufrechtzuerhalten, hat das spanische Verkehrsministerium Mindestdienste angeordnet: Je nach Flugstrecken müssen zwischen 35 und 80 Prozent der geplanten Verbindungen durchgeführt werden. Reisenden mit Flügen ab Barcelona wird auf jeden Fall empfohlen, den Status ihrer Verbindung vor der Abreise regelmäßig bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen, heißt es.


