Bei Verspätungen, Zugausfällen und kurzfristigen Gleiswechseln sollen Reisende der Deutschen Bahn künftig schneller informiert werden. Dieses Ziel verfolgt das Sofortprogramm „Bessere Kundenkommunikation“, das der Bund zusammen mit dem Staatskonzern vorgestellt hat. Demnach will die DB bis Ende 2027 rund 50 Millionen Euro zusätzlich in moderne IT, künstliche Intelligenz und neue Informationssysteme investieren.

Der Druck ist hoch, denn gerade bei Störungen gilt die Information für Fahrgäste als unzuverlässig oder zu spät. „Bisher ließen die Informationen für Reisende bei Verspätungen oder Zugausfällen oft zu wünschen übrig“, räumt auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein und verspricht, dass künftig Reisende „nahezu in Echtzeit und einheitlich“ über alle Kanäle informiert werden sollen.
KI und eine neue App
Ein zentrales Element des Programms ist der stärkere Einsatz von KI. Die digitale Assistenz Kiana soll auf Bahn.de und der App DB Navigator bis Ende des Jahres für alle Reisenden verfügbar sein und individuelle Auskünfte zur Reise liefern.
Außerdem verspricht die Bahn schnellere Reaktionen bei kurzfristigen Änderungen: Informationen zu Gleiswechseln sollen im DB Navigator künftig nach etwa zwei Sekunden erscheinen statt wie bisher erst nach rund 60 Sekunden. Push-Mitteilungen folgen laut Bahn noch in diesem Jahr.
Auch an den Bahnhöfen ist ein Ausbau der Infosysteme geplant: 7.000 neue Anzeiger sollen an kleinen, mittleren und großen Stationen für bessere Lesbarkeit und mehr Informationen sorgen.
Neue Plattform „DB Info“
Hinzu kommt eine digitale Plattform unter dem Namen „DB Info“, die ab Dezember 2026 als Website und App Echtzeitinformationen zur gesamten Reisekette bündeln soll. Die technische Grundlage dafür bildet eine zentrale Datenplattform, die an die Infrastruktur-Tochter DB Infra Go übertragen wird.
„Bessere Kundenkommunikation“ ist eines von insgesamt drei Sofortprogrammen, die Bahn und Bund gemeinsam umsetzen, um schnelle Effekte für ein besseres Reiseerlebnis zu erreichen.



