Euro-Express fährt auf Autozüge ab

Die Deutsche Bahn will im Sommer 2017 ihren Autozugverkehr auf der Schiene aufgeben. In diese Marktnische stößt nun Euro-Express Sonderzüge mit einem neuen Angebot.

Bereits seit Anfang Juli testet die Tochter des Veranstalters Müller-Touristik auf der Strecke zwischen Düsseldorf und dem norditalienischen Verona die Nachfrage. Offenbar mit großem Erfolg: Alle sieben angesetzten Termine bis Mitte August seien „nahezu ausgebucht“, berichtet der Bahnspezialist aus Münster. Daher soll das Angebot im kommenden Jahr ausgebaut werden.

Das neue Geschäftsfeld hat Euro-Express jedoch nicht von der DB übernommen, sondern vom niederländischen Anbieter Euro-Express Treincharter, der bis zum vergangenen April ähnliche Verbindungen nach Italien angeboten hat. „Innerhalb von nur sechs Wochen haben wir dann Züge zusammengestellt, Verträge mit einem Eisenbahnverkehrsunternehmen geschlossen und Trassen in Deutschland, Österreich und Italien bestellt“, erläutert Euro-Express-Chef Stefan David.

Den Vertrieb der neuen Autozugreisen übernimmt in diesem Jahr noch der niederländische Partner Treinreiswinkel. Für den Fahrplan 2016 will Euro-Express aber den Verkauf in Deutschland unter anderem über namhafte Reiseveranstalter ausbauen. Die Nachfrage scheint da zu sein: Laut Unternehmen kommen die bis zu 250 Passagiere pro Zug vorwiegend aus den Niederlanden und aus Deutschland.

Die Bahn hatte ihr Autozug-Angebot in den vergangenen Jahren stetig ausgedünnt und unlängst das Aus der letzten Verbindungen bis zum Ende des Sommerfahrplans 2017 angekündigt. Stattdessen sollen die Autos der Kunden künftig mit dem Lastwagen transportiert werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt „Auto+Zug“ hatte die DB in diesem Jahr gestartet.

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