Bessere Buchbarkeit, ein neues Firmenkundenprogramm und der Ausbau internationaler Strecken – der Schnellzugbetreiber Eurostar will für Geschäftsreisende deutlich attraktiver werden.

Mit mehreren Maßnahmen will der westeuropäische Schnellzugbetreiber Eurostar das Geschäftsfeld Business Travel deutlich ausbauen. Das betrifft zum Beispiel die Vertriebswege, wie das Unternehmen ankündigt. So soll eine an die Anforderungen von Geschäftsreisen angepasste Schnittstelle (API) dafür sorgen, dass Unternehmen Eurostar-Verbindungen, vereinbarte Tarife und weitere Vertragsvorteile leichter über ihre bestehenden Buchungssysteme abrufen können.
Weitere Änderungen betreffen internationale Vertriebssysteme. Das Buchungsfenster in GDS Air wird auf 364 Tage erweitert, und das sogenannte 9F-Ticketing steht inzwischen in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Irland zur Verfügung. Zudem will Eurostar die Zusammenarbeit mit globalen Distributionssystemen, Travel Management Companies und Technologiepartnern weiter ausbauen.
Neues Firmenkundenprogramm
Auch die Plattform „Eurostar for Business“ wird der Mitteilung zufolge weiterentwickelt. Ab 2027 sollen Unternehmen dort Reisedaten einfacher exportieren und für ihre Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsberichte nutzen können. Eurostar prüft darüber hinaus, wie sich Informationen über die mit Geschäftsreisen verbundenen CO₂-Emissionen künftig detaillierter bereitstellen lassen.
Seit dem 1. September 2026 bietet das Bahnunternehmen außerdem ein neues Firmenkundenprogramm an, das die Angebote stärker zusammenfasst und Unternehmen den Zugang zum gesamten Eurostar-Netz erleichtern soll. Demnach können Firmen künftig im Rahmen eines Vertrags alle ganzjährig bedienten Eurostar-Verbindungen nutzen. Das Programm umfasst zwei Stufen, in denen umsatzabhängig verschiedene Vorteile für Geschäftskunden enthalten sind.
Ausbau des europäischen Streckennetzes
Das Firmenkundenprogramm ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der Eurostar den Geschäftsreiseverkehr auf der Schiene stärken will. Dazu zählt auch der weitere Ausbau des europäischen Streckennetzes. Geplant sind laut Unternehmen unter anderem eine direkte Verbindung zwischen London und Antwerpen sowie direkte Verbindungen in die Schweiz.
Dem Portal Reisereporter zufolge plant Eurostar auch eine Direktverbindung zwischen London und Frankfurt. Bereits Ende letzten Jahres hatten Deutsche Bahn und Eurostar diesbezüglich eine Zusammenarbeit angekündigt. Möglich machen sollen den Ausbau 30 „Celestia“-Doppelstockzüge, die Eurostar beim französischen Hersteller Alstom bestellt hat.
Geschäftsreiseverkehr entwickelt sich positiv
Nach eigenen Angaben beförderte Eurostar im letzten Jahr 20 Millionen Reisende und damit drei Prozent mehr als 2024. Auch im laufenden Jahr verzeichnet das Unternehmen ein weiteres Wachstum.


