Flixtrain will stark wachsen

Zwei Männer taufen eine Flixtrain-Lok in grüner Lackierung mit Wasser auf den Namen "Bayern".
Bei der Loktaufe: Flix-Chef André Schwämmlein (rechts) und der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter. Foto: Flix

Fernzugbetreiber und Bahn-Konkurrent Flixtrain will sein Angebot bereits stark ausbauen, bevor die bestellten, neuen Talgo-Züge ausgeliefert werden. „Wir werden die Größe unseres Angebots bereits in den nächsten zwei Jahren bis zum Einsatz der neuen Talgo-Züge verdoppeln“, so André Schwämmlein, Chef des Mutterunternehmens Flix, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel.

Dazu will Flixtrain eine höhere Taktung anbieten und längere Züge einsetzen. So sollen auf der Strecke Berlin–Hamburg bis zu zehnmal täglich die grünen Züge rollen, was einem Zuwachs von rund ein Drittel mehr Abfahrten pro Woche entspreche. Zwischen Hamburg und Köln soll die Zahl der Abfahrten pro Woche verdoppelt werden, gleiches gilt für die Strecke Berlin–Leipzig.

München kommt 2028 dazu

Und der Fernzuganbieter nimmt in absehbarer Zeit ein weiteres wichtiges Städteziel auf: Ab 2028 wird München und somit die Flix-Heimatstadt Teil des Streckennetzes. Bedient werden soll die bayerische Landeshauptstadt dann mit modernen Schnellzügen des spanischen Herstellers Talgo, von denen Flixtrain im vergangenen Jahr 65 geordert hatte.

Die Lokomotiven hingegen kommen von Siemens und damit direkt aus bayerischer Produktion. Passend zur Verkündung des München-Starts tauften Flix-Chef Schwämmlein und der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter kürzlich eine grüne Lok gemeinsam auf den Namen „Bayern“.