Flughafen München: 100-Milliliter-Regel für Flüssigkeiten fällt

Am Flughafen München können Flüssigkeiten an CT-Kontrollspuren künftig in Behältern mit bis zu zwei Litern im Handgepäck bleiben. Die neue Technik soll die Sicherheitskontrollen zugleich beschleunigen. An konventionellen Spuren gilt weiter die 100-Milliliter-Regel.

Eine Sicherheitskontrollstelle am Flughafen mit einem Röntgengerät von Smiths Detection, Förderbändern und grauen Kunststoffwannen für das Handgepäck.
Der Flughafen München ist fast komplett mit CT-Scannern ausgestattet. Foto: IMAGO / Ardan Fuessmann

Am Flughafen München wird die Sicherheitskontrolle für Handgepäck deutlich komfortabler. Ab dem 18. September 2026 entfällt an den mit modernen CT-Scannern ausgestatteten Kontrollspuren die bislang geltende 100-Milliliter-Begrenzung für Flüssigkeiten. Künftig dürfen dort einzelne Behältnisse mit bis zu zwei Litern Inhalt im Handgepäck bleiben.

Auch das bisherige Herausnehmen von Flüssigkeiten aus dem Gepäck entfällt an diesen Kontrollstellen. Elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets müssen ebenfalls nicht separat vorgelegt werden. Die neue Technik soll damit nicht nur die Abläufe an den Sicherheitskontrollen vereinfachen, sondern auch für eine schnellere Abfertigung sorgen.

Allerdings gilt die Lockerung nicht automatisch an jeder Kontrollspur des Flughafens. An konventionellen Sicherheitskontrollen bleibt die bisherige Regelung bestehen: Flüssigkeiten dürfen dort weiterhin höchstens 100 Milliliter pro Einzelbehältnis umfassen und müssen zusammen in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel mit maximal einem Liter Fassungsvermögen transportiert werden.

Mehrere Kontrollstellen

Die modernen Computertomographie-Scanner kommen nach Angaben des Flughafens München an ausgewählten Kontrollstellen in beiden Terminals zum Einsatz:

  • Terminal 1, Modul C, Ebene 5
  • Terminal 1, Modul D, Ebene 5
  • Terminal 1-Pier
  • Zentrale Sicherheitskontrolle in Terminal 2

Schnellere Kontrolle durch 3D-Technologie

Der Flughafen München rüstet seine Sicherheitskontrollen bereits seit 2022 schrittweise mit der neuen Technik aus. Die CT-Scanner erzeugen dreidimensionale Bilder des Gepäckinhalts und können verdächtige Gegenstände automatisch erkennen. Auffällige Gepäckstücke werden aussortiert und anschließend von den Sicherheitsmitarbeitern manuell überprüft.

Auch die Abfertigung soll dadurch schneller werden: Laut „Süddeutscher Zeitung“ können an einer Doppelschleuse mit zwei Kontrollspuren bis zu 520 Passagiere pro Stunde abgefertigt werden. Mit der bisherigen Technik waren es rund 325. Insgesamt sind inzwischen 44 Kontrollspuren mit CT-Technik ausgestattet.

Neue Regelungen für Flüssigkeiten im Handgepäck

Der Flughafen München unterscheidet bei den Sicherheitskontrollen zwischen Spuren mit CT-Scannern und konventioneller Technik:

Kontrollspuren mit CT-Scanner

  • Flüssigkeiten dürfen in Einzelbehältnissen mit bis zu zwei Litern im Handgepäck bleiben.
  • In Einzelfällen kann das Sicherheitspersonal Behälter zur Kontrolle öffnen.
  • Aus Sicherheitsgründen kann die Mitnahme bestimmter Flüssigkeiten untersagt werden.

Konventionelle Kontrollspuren

  • Es gilt weiterhin die 100-Milliliter-Regel pro Einzelbehältnis.
  • Insgesamt sind maximal ein Liter Flüssigkeit erlaubt.
  • Die Behälter müssen in einem transparenten, wiederverschließbaren Zip-Beutel transportiert werden.
  • Flüssigkeiten müssen bei der Kontrolle aus dem Handgepäck genommen werden.

Eine Umsteiger-Kontrollstelle im Satellitengebäude soll noch bis Mai 2027 umgerüstet werden. Auch bei Anschlussflügen können andere Vorgaben gelten. Der Flughafen München empfiehlt deshalb, sich vor der Reise über die jeweiligen Bestimmungen zu informieren.

Weitere Informationen bietet der Flughafen München auf seiner Seite zur Sicherheits- und Passkontrolle.

CT-Scanner sind zum Teil unter anderem auch an den Flughäfen in Frankfurt und Berlin im Einsatz. Der Flughafen Nürnberg ist bereits komplett umgerüstet.

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