Der Reisekonzern TUI hat das beste erste Quartal seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg laut Unternehmen um über 50 Prozent auf 77,1 Millionen Euro bei einer Gästezahl in Höhe von 7,1 Millionen. Für die Zeit von Oktober bis Dezember 2025 meldet TUI zudem einen stabilen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro „in einem unverändert wettbewerbsintensiven und in Europa konjunkturell anspruchsvollen Marktumfeld“.

„Mit einem positiven Ergebnis im ersten Quartal ist uns ein guter Start ins Geschäftsjahr 2026 gelungen“, sagt TUI-Chef Sebastian Ebel anlässlich der Hauptversammlung am Dienstag. Der Konzern sei mit dem integrierten Geschäftsmodell auf Wachstumskurs und schaffe Synergien zwischen den Bereichen.
Kreuzfahrten boomen weiter
Den stärksten Zuwachs verzeichnete die Kreuzfahrtsparte mit einem operativen Ergebnis von 82,3 Millionen Euro – ein Plus von 70,8 Prozent. Die Auslastung stieg um drei Prozentpunkte auf 98 Prozent.
Auch die Hotels entwickelten sich positiv. Bereinigt um Sondereffekte wie Hurrikan-Schäden auf Jamaika übertraf das Segment laut Unternehmensmitteilung mit 131 Millionen Euro operativem Ergebnis das Vorjahr. Die Auslastung kletterte um einen Prozentpunkt auf 81 Prozent.
TUI Musement, der Bereich für Ausflüge und Aktivitäten, verkaufte 2,3 Millionen Erlebnisse und verbesserte das operative Ergebnis auf 0,5 Millionen Euro.
In der Region Zentral, die Deutschland, Österreich, die Schweiz und Polen umfasst, erwirtschaftete TUI ein positives operatives Ergebnis von 11,7 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 7,4 Millionen Euro gewesen.
„Märkte + Airline“ im Minus
Der gebuchte Umsatz im Bereich „Märkte + Airline“ bewegt sich mit minus einem Prozent im Winter 2025/2026 und mit minus zwei Prozent im Sommer 2026 im Rahmen der geplanten Risikokapazität, so Sebastian Ebel. Das Winterwetter der zurückliegenden Wochen in den Quellmärkten habe für einen späteren Buchungszeitpunkt gesorgt.
Im Winter 2025/2026 seien die Kanaren, Ägypten und die Kapverden beliebte Destinationen. Beliebte Langstreckenziele sind laut dem TUI-Chef Mexiko, die Dominikanische Republik und Thailand. Die favorisierten Destinationen der TUI-Gäste für den Sommer 2026 sind erneut Spanien, Griechenland und die Türkei.
Ausblick bestätigt
TUI bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent und einem Anstieg des operativen Ergebnisses um sieben bis zehn Prozent. Der Ausblick spiegele das anhaltende nachhaltige Wachstum im Geschäftsbereich Urlaubserlebnisse und die Transformation des Geschäftsbereichs „Märkte + Airline“ wider, heißt es.
Auch das aktuell 460 Häuser umfassende Hotelportfolio wächst: Weitere 70 Häuser sind laut TUI bereits unterschrieben und eingeplant. Mit der TUI Aria wird im März ein weiteres TUI-Flussschiff sowie im Sommer 2026 das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff Flow in Dienst gestellt.
TUI-Chef Ebel macht deutlich, dass das geplante Wachstum nicht an den Reisebüros vorbeigehen soll. Man investiere weiter in den stationären Vertrieb, versichert er, allein in Osteuropa eröffne man in diesem Jahr 50 neue Agenturen.
Die Reisebüros blieben wichtige Partner: Viele Kunden buchten dort früher und hochwertiger. Deshalb sei diese Partnerschaft für beide Seiten wichtig.




