Mi 18.10.17

Eurowings: Ausnahmesituation im Winter


Eurowings will 81 Jets der Air-Berlin-Gruppe integrieren. Foto: Eurowings

Eurowings will 81 Jets der Air-Berlin-Gruppe integrieren. Foto: Eurowings

Nach der Übernahme großer Teile von Air Berlin durch die Lufthansa Group müssen sich die Branche und ihre Kunden im Winter weiterhin auf eine wechselhafte Situation einstellen. „Der Winterflugplan wird kein normaler sein“, kündigt Eurowings-Chef Thorsten Dirks am Dienstag an. „Es wird nicht alles so laufen, wie wir es unseren Kunden üblicherweise anbieten.“

Schließlich stehe die Lufthansa-Billigtochter vor dem „größten Integrationsprojekt in der Geschichte des deutschen Luftverkehrs“. Insgesamt will Eurowings 81 Flugzeuge aus dem Bestand der Air-Berlin-Gruppe übernehmen, darunter die Tochtergesellschaften Niki und LGW (Luftfahrtgesellschaft Walter) mit je 20 Maschinen.

Dirks rechnet damit, dass die Übernahme bis zum Ende des Jahres kartellrechtlich genehmigt wird, wenn auch mit Auflagen für einzelne Strecken. Weitere ehemalige AB-Maschinen sollen in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach von den Leasing-Gesellschaften gekauft oder gemietet werden. „Das Ziel ist jetzt, möglichst viel Kapazität in den Markt zu bekommen und Maschinen aus allen Ecken und Enden einzusetzen“, sagt Dirks.

Wenn Air Berlin zum 28. Oktober den Betrieb einstellt, übernimmt auf vielen Strecken LGW den Wetlease-Betrieb für Eurowings – allerdings zunächst mit weniger und deutlich kleineren Maschinen.

Anders ist die Situation beim Ferienflieger Niki, der nicht insolvent ist: Dort geht bis Jahresende der bisherige Betrieb weiter. Danach wird die Flotte voraussichtlich schrumpfen, weil der Mietvertrag für 14 TUI-Fly-Jets samt Besatzungen ausläuft. Nur für sieben der Maschinen hat Eurowings einen neuen Wetlease vereinbart - „zu marktgerechten Konditionen“, wie Dirks betont.

Die Auswirkungen für den Flugplan sind noch nicht absehbar. Für Air-Berlin-Kunden, deren Tickets verfallen, will Dirks „im Rahmen der Möglichkeiten“ günstige Ersatzflüge anbieten. Dazu soll in Kürze eine Hotline oder eine E-Mail-Adresse eingerichtet werden, an die Anfragen gerichtet werden können.  

 

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