Nach der Pandemie wird es mit dem Tourismus in Tunesien nicht so weitergehen wie bisher. Dies prognostiziert Tourismusminister Habib Ammar auf der ITB NOW: „Wir möchten einen anderen, nachhaltigeren Tourismus etablieren und den Besuchern auch Natur und Landschaften fernab der bekannten Pfade präsentieren.“ Gefördert werden soll insbesondere die Sahara als bislang zu wenig beachtetes Reiseziel.
Auch im einnahmeträchtigen Badetourismus sollen neue Maßstäbe gesetzt werden. Hotels können sich in Bezug auf Servicequalität, Barrierefreiheit, Hygiene, Sicherheit und Nachhaltigkeit nach internationalen Standards im Ein- bis Fünf-Sterne-System klassifizieren lassen. Die entsprechenden Maßnahmen sind für die Betreiber in den ersten drei Jahren nach dem touristischen Neustart freiwillig, ab dem vierten verpflichtend.
Wie alle anderen Destinationen hatte auch der Tourismus in Tunesien im vergangenen Jahr sehr unter der Pandemie zu leiden. Kamen im Jahr 2019 noch mehr als 9,4 Millionen internationale Besucher, waren es 2020 nur etwa zwei Millionen.
Nun hofft man auch in Tunesien auf ein baldiges Voranschreiten der Impfungen und eine damit verbundene Wiederbelebung des Tourismus.




