Costa Kreuzfahrten: Auch ohne Neubau mehr Kapazität

Ein Schiffsneubau ist für die italienische Kreuzfahrtreederei und Carnival-Marke Costa Crociere nicht in Sicht – den deutschen Vertriebschef Olaf Kistenmacher treibt das aber nicht um. Denn durch die verlängerte Saison 2026 ab Hamburg steigt die Bettenkapazität für seinen Quellmarkt auch so.

Ein Manager steht neben einem großen Modell eines Kreuzfahrtschiffes der Marke Costa, im Hintergrund sind grüne Pflanzen und ein modernes Büro zu sehen. Das Bild zeigt deutliche Details des Schiffsmodells, wie die gelben Rettungsboote und den charakteristischen Schornstein mit Logo.
Vertriebschef Olaf Kistenmacher sieht das Produkt gut aufgestellt. Foto: Costa Kreuzfahrten

Sechs Wochen länger als im vergangenen Jahr dauert die diesjährige Saison der Costa Favolosa im hohen Norden. Die Reisen nach Island, Norwegen und Großbritannien finden von Mai bis Oktober statt. „Dadurch sind fast 40 Prozent mehr Betten im Verkauf als in der Vorsaison“, so Kistenmacher. Die Kapazität ab Kiel bleibt hingegen unverändert: Von der Förde sticht im Wochenrhythmus die fast 5.000 Passagiere fassende Costa Diadema in See und nimmt Kurs auf Norwegen.

Costa Serena ab 2027 in Europa

Aus deutscher Sicht ebenfalls relevant ist für den Director Sales Germany das Comeback der Costa Serena, die aus Asien zurückkehrt. Das 3.000-Betten-Schiff wurde erst kürzlich generalüberholt, unter anderem wurden zahlreiche Außen- und Balkonkabinen sowie Suiten modernisiert. Im Frühjahr 2027 kommt die Serena nach Europa zurück und löst die altgediente, dann ausgemusterte Costa Fortuna im Mittelmeer-Hafen Piräus ab.

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Die aktuelle Buchungslage für das Gesamtjahr 2026 und auch die Wintersaison 2026/2027 sei „gut“, sagt Olaf Kistenmacher. Dennoch sieht er Handlungsbedarf im Reisebüro-Vertrieb. „Wir haben eine hohe Markenbekanntheit. Woran wir noch arbeiten, ist die Vertrautheit von Vertriebspartnern mit unserem Produkt“, so der Costa-Manager im ta-Gespräch. „Als italienische Reederei und mit unserem Claim ‚Lebe La Bella Vita‘ verkaufen wir südeuropäische Lebensfreude an Bord unserer Schiffe – diese Emotionen müssen wir greifbar machen“, führt Kistenmacher aus.

Inforeisen und Schiffsbesichtigungen für Reisebüros

Das soll etwa mit zwei Famtrips im Frühjahr und zahlreichen Schiffsbesichtigungen im Sommer in Hamburg und Kiel erreicht werden. Zudem kündigt er verschiedene Schulungs-Events wie das monatliche digitale Dialogformat „Costa Experts“ und die „Costa Aperitivos“ an, die in allen Verkaufsregionen einmal pro Quartal für etwa 25 Teilnehmer geplant sind. Die Termine werden im B2B-Newsletter bekanntgegeben.

Ein Thema dabei wird die heterogene Flotte der Reederei sein. Welche Schiffe Olaf Kistenmacher für welche Zielgruppen empfiehlt, lesen Sie in der neuen ta-Ausgabe 3/2026, die in dieser Woche erschienen ist.

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