Reisesicherungsfonds gestartet

Thomas Schreiber und Andreas Gent vom DRSF auf der DRV-Jahrestaung
Thomas Schreiber und Andreas Gent vom DRSF auf der DRV-Jahrestaung. Foto: Marcel Kautz/DRV

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) ist gestartet. Nach Angaben der Betreibergesellschaft seien bislang rund 150 Anträge von Reiseveranstaltern bewilligt worden. 95 Prozent von ihnen hätten den erforderlichen Reisesicherungsschein erhalten. Wie es in einer Mitteilung des DRSF heißt, sei man „mit den übrigen Anbietern im Gespräch für eine konstruktive Übergangslösung“.

Der DRSF sichert alle Veranstalter mit einem Umsatz ab zehn Millionen Euro ab. Kleine Veranstalter, die unter dieser Summe liegen, können sich freiwillig absichern lassen. Mit der Zeit soll ein Fondskapital von 750 Millionen aufgebaut werden. In der Aufbauphase verfügt der DRSF über staatliche Bürgschaften. Die Verantwortlichen des DRSF rechnen damit, dass im Jahr 2027 die Summe von 750 Millionen erreicht ist.

Einige Veranstalter haben noch keinen Sicherungsschein

Auf der DRV-Tagung am vergangenen Wochenende in Griechenland räumte Geschäftsführer Thomas Schreiber allerdings auch ein, dass es noch einige Veranstalter gebe, die ihre Anträge nachbessern müssten. Man sei dazu in Gesprächen mit der staatlichen Aufsichtsbehörde aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Diese muss entscheiden, wie mit den betroffenen Anbietern weiter verfahren werde und wie diese noch ihren Sicherungsschein erhalten könnten.

Dafür, dass das Antragsverfahren erst Ende September über die DRSF-Website gestartet sei, hätten die meisten Veranstalter das nicht ganz unkomplizierte Verfahren aber doch ziemlich gut hinbekommen, sagte Mit-Geschäftsführer Andreas Gent auf der DRV-Tagung.

Zähe Verhandlungen mit den Versicherern

Die beiden Geschäftsführer sprachen auch darüber, wie zäh die Verhandlungen mit den Versicherungsunternehmen gewesen seien, die bislang die Verantwortung für die Absicherung der Kundengelder hatten. Hier musste ein angemessener Haftungsschnitt ausgehandelt werden. Mit der Hanse Merkur Versicherung, der R+V Versicherung sowie der Zurich Versicherung habe man entsprechende Rahmenverträge unterschrieben, die Einigung mit der Swiss Re steht laut Gent kurz bevor.

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