Studien- und Erlebnisreisen: Preise stabilisieren sich, Herausforderungen bleiben

Eine Person mit Rucksack steht in einem alten, kunstvoll verzierten Torbogen und blickt über eine Stadtlandschaft mit historischen Gebäuden bei warmem Abendlicht.
Hohe Preise, geopolitische Unsicherheiten und die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland – die Studien- und Erlebnisreiseanbieter sehen sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Foto: Oleh Slobodeniuk/iStock

Geopolitische Unsicherheiten, hohe Kosten und veränderte Nachfrage – die Branche der Studien- und Erlebnisreisen sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Die gute Nachricht: Nach drastischen Erhöhungen in der Post-Corona-Zeit scheint sich die Preissituation beruhigt zu haben.

„Wir sind froh, dass die mitunter drastischen Preiserhöhungen aus der postpandemischen Zeit endgültig der Vergangenheit angehören“, sagt beispielsweise Felix Willeke, Geschäftsführer von Lernidee Erlebnisreisen. Studiosus hat die Preise in Europa „aufgrund gestiegener Kosten zwischen drei und fünf Prozent anpassen müssen“, wie Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch erklärt. Die Fernstrecke liege darunter. Kommt es zu Preiserhöhungen, liegt das oft an den Kosten für Flüge. „Treiber sind nach wie vor hohe Flugkosten aufgrund geringer Flugkapazitäten“, sagt Kubsch.

Auch Ikarus Tours, Gebeco, Chamäleon und Dertour melden Preissteigerungen von dieser Größenordnung. Bei G Adventures sind die Preise laut Europa-Chefin Jeanette Buller sogar stabil.

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Stimmung in Deutschland und der geopolitischen Unsicherheiten, die Auswirkungen auf die Reiseentscheidungen haben, sind die Aussichten auf das nächste Jahr eher verhalten optimistisch. „Aktuell ist gefühlt leider schon recht viel los in der Welt“, fasst Michel Pretzsch von Diamir Erlebnisreisen die Lage zusammen.

Mehr zum Thema Studien- und Erlebnisreisen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell, die auch als E-Paper zur Verfügung steht.

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