Falk Travel setzt künftig auf Bausteine und erhöht Provision

Falk Travel richtet das Geschäftsmodell neu aus und setzt stärker auf individuell kombinierbare Leistungen statt auf Pauschalangebote. Auch das Provisionssystem wird überarbeitet. Spica Travel wird zum Flash-Sale-Spezialisten.

Eine Frau mit schulterlangem, blondem Haar und einem blau-schwarz gemusterten Kleid steht in einem Innenraum neben einem rustikalen Holzbalken und lächelt.
Will Reisebüros mehr Angebotsvielfalt und höhere Provisionen bieten: Geschäftsführerin Carmen Windlin. Foto: Falk Travel

Falk Travel stellt das Angebot um und will Reisebüros künftig stärker individuell kombinierbare Leistungen statt vorab gebündelter Flugpauschalreisen zur Verfügung stellen. Vertriebspartner sollen die Reisen damit passgenauer auf Kundenwünsche zuschneiden können. Gleichzeitig positioniert das Unternehmen seine beiden Marken Falk Travel und Spica Travel klarer zueinander.

Statt überwiegend fertig geschnürter Pakete stellt Falk Travel touristische Leistungen wie Hotels und Transfers nun einzeln und flexibel bereit. Das Sortiment wächst nach Unternehmensangaben deutlich: Künftig stehen Unterkünfte und Transferdienste weltweit zur Verfügung. Die Transfers sind zunächst telefonisch buchbar, eine B2B-Lösung für Reisebüro-Partner sei in Vorbereitung. Dietmar Gunz, Gründer und Gesellschafter der Falk Travel AG: „Der Reisevertrieb verändert sich. Und mit ihm die Anforderungen an einen modernen Veranstalter. Reisebüros wollen attraktive Produkte, aber gleichzeitig mehr Spielraum bei der Zusammenstellung, Vermarktung und Kalkulation einer Reise.“

Höhere Grundprovision für Hotelleistungen

Mit der Neuausrichtung passt Falk Travel auch das Provisionsmodell an. Für Hotelleistungen steigt die Grundprovision im Touristikjahr 2026/2027 auf mindestens 11,5 Prozent, bei Pauschalreisen bleibt sie bei zehn Prozent. Über Staffeln sind Zusatzprovisionen von bis zu zwei Prozent erreichbar. Für Hotels der Falkensteiner Group gilt weiterhin eine Extraprovision von zwei Prozent. Bei den neuen Individual-Angeboten sinkt zudem die Anzahlung von 20 auf zehn Prozent. „Unser neues Angebot bedeutet zugleich mehr Vielfalt als auch höhere Vergütungschancen für unsere Partner“, wirbt Geschäftsleiterin Carmen Windlin.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Klassische Pauschalreisen mit Fluganreise bleiben über die Zweitmarke Spica Travel erhältlich. Diese wird als Spezialist für „Flash Sales“ positioniert – mit ausgewählten Angeboten, die nach Unternehmensangaben hohe Preisattraktivität und besonderes Vermarktungspotenzial bieten sollen. Hinzu kommen exklusiv konfigurierte Rundreisen, aktuell etwa nach Griechenland, Spanien, Usbekistan und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Über Spica Travel sollen regelmäßig Angebote verfügbar sein, die exklusiv oder nur über ausgewählte Vertriebskanäle buchbar sind. Beide Marken sollen dem stationären Vertrieb Produkte liefern, mit denen sich Reisebüros stärker gegenüber dem Direktvertrieb von Airlines und großen Online-Plattformen differenzieren können. Die neuen Angebote werden schrittweise in die etablierten Vertriebssysteme eingebunden.

Derweil geht es mit dem Hotelprojekt von Dietmar Gunz in Gambia voran. Für rund 200 Millionen US-Dollar plant der FTI-Gründer ein Resort mit flexibel vermarktbaren Hotels, Villen und Wasserwelten. Die Eröffnung in Gambia ist ab 2028 geplant.