Über Ostern war Ruhe, aber jetzt steht bei Lufthansa am Freitag ein neuer Streik an. Dieses mal gehen aber nicht die Piloten in den Ausstand, sondern das Kabinenpersonal.
Wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ankündigt, legen die Mitglieder sowohl bei Lufthansa als auch bei Lufthansa Cityline am 10. April von 00:01 Uhr bis 22:00 Uhr die Arbeit nieder. Bei Lufthansa werden alle Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt und München bestreikt, bei Cityline sind die Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover betroffen.

Lufthansa will Flugstreichungen begrenzen
Hintergrund des Streiks bei der Kernmarke sind laut der Gewerkschaft über Monate hinweg festgefahrene Verhandlungen zu einem neuen Manteltarifvertrag. Bei der Regionalflug-Tochter Cityline, die schrittweise von der neuen Gesellschaft Lufthansa City Airlines ersetzt werden soll, sei es „die weiterhin ausbleibende Bereitschaft der Arbeitgeberseite, Verhandlungen über einen tariflichen Sozialplan aufzunehmen“, heißt es von UFO.
Lufthansa kündigt an, dass es zu Flugstreichungen kommen wird. Dennoch arbeite man „mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für Fluggäste so gering wie möglich zu halten“, heißt es in einer Mitteilung an Vertriebspartner. Für den Streikzeitraum wurde ein Sonderflugplan erarbeitet, möglichst viele Flüge sollen auf andere Gesellschaften der Lufthansa-Gruppe und Partner-Airlines verteilt werden.
Zugleich kritisiert das Unternehmen die Streiks scharf. Der Streikaufruf treffe „Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart“, so Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann. „Mit Lufthansa und Lufthansa Cityline sollen in den Osterferien gleich zwei Flugbetriebe gleichzeitig bestreikt werden. Diese Eskalation ist verantwortungslos.“
Wie geht es mit den Piloten weiter?
Auch Pilotenstreiks sind in nächster Zeit weiterhin möglich, hier sind die Streitpunkte zwischen den Tarifparteien bei Lufthansa und Cityline ebenfalls noch nicht gelöst. Zudem hatten sich bei der Tochter Eurowings die Mitglieder der Vereinigung Cockpit schon Mitte März in einer Urabstimmung für Streiks ausgesprochen.


