Lufthansa und Turkish Airlines beenden die gemeinsame Vermarktung von Flügen. Das Codeshare-Abkommen zwischen den beiden Star-Alliance-Partnern wurde zum Ende des Winterflugplans am 30. März 2014 aufgekündigt. Damit sind bei Lufthansa künftig keine innertürkischen Anschlussflüge mehr buchbar. Auch die TK-Routen von zwölf deutschen Flughäfen nach Istanbul und zu anderen türkischen Städten werden nicht mehr angeboten. Die für den Sommer bereits gebuchten Passagiere würden informiert und gegebenenfalls umgebucht, heißt es bei Lufthansa.
Bei der deutschen Airline nennt man zwei Gründe für das Ende der Kooperation: Zum einen sei der Aufwand, den ein Codesharing bedeutet, durch das Buchungsaufkommen nicht mehr gerechtfertigt, zum anderen sei der gegenseitige Nutzen aus der Partnerschaft nicht mehr ausgewogen.
Turkish Airlines hat das Streckennetz in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut und gewinnt immer mehr Passagiere aus dem deutschen Markt für die Routen Richtung Asien und Nahost. Umgekehrt bringt die Kooperation für die Nordamerika-Strecken von Lufthansa nur noch wenig Geschäft, denn sechs Ziele in den USA und Kanada fliegen die Türken mittlerweile selbst an.
Bei der Vermarktung in Deutschland profitiert Turkish Airlines bisher auch von der Präsenz im Bonusprogramm Miles & More. Dem will Lufthansa zumindest teilweise entgegenwirken: Auf die TK-Flüge gibt es künftig nur noch 25 Prozent der Statusmeilen, während die Prämienmeilen weiterhin zu 100 Prozent gutgeschrieben werden.
Damit soll verhindert werden, dass Turkish-Airlines-Vielflieger allzu leicht einen privilegierten Status bei Lufthansa erreichen und in Deutschland vom Lounge-Zugang und anderen Vorteilen profitieren. Turkish Airlines wird damit zum Allianz-Partner zweiter Klasse: Allen anderen Star-Alliance-Mitgliedern gewährt Lufthansa die volle Statusmeilen-Gutschrift.
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