So 15.11.15

Sharm el Sheikh: FTI und ETI buchen um


Vorerst keine weiteren FTI-Gäste am Strand: Der Veranstalter hat Flüge nach Sharm el Sheikh eingestellt. Foto: ah

Vorerst keine weiteren FTI-Gäste am Strand: Der Veranstalter hat Flüge nach Sharm el Sheikh eingestellt. Foto: ah

Der Münchner Veranstalter FTI fliegt bis 15. März keine Urlauber mehr nach Sharm el Sheikh. Die letzten beiden Maschinen mit Passagieren hoben am Samstagmorgen ab. Nun starten nur noch leere Flieger, um Urlauber wieder nach Hause zu bringen.

Der Anlass für die Entscheidung ist bislang einzigartig in der deutschen Touristik: Am Samstagmorgen überraschte das Bundesverkehrsministerium die Airlines mit der Information, dass bei Passagierflügen ab Sharm el Sheikh kein Gepäck mehr transportiert werden dürfe.

Damit setzte sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt über die Einschätzung des Auswärtigen Amtes hinweg. Dieses hatte zur Kontrolle der Sicherheit am Airport in Sharm el Sheikh sogar eigene Bundespolizisten entsandt (siehe hier).

Aus Sicht des Auswärtigen Amtes gab es bislang keinen Grund, die Sicherheitshinweise für Sharm el Sheikh zu verschärfen. Zumal die Kontrollen am Airport nach dem Absturz des russischen Airbus auf das Dreifache verstärkt worden seien, berichten Insider. Sie vermuten hinter der Entscheidung ein Kompetenzgerangel innerhalb der Regierung. Zudem hätten vermutlich die Anschläge in Paris eine gewisse Rolle gespielt.

Wie auch immer: FTI reagierte sofort und bietet allen gebuchten Sharm-Kunden kostenfreie Umbuchungen nach Hurghada und Marsa Alam an. „Wir können unseren Kunden doch nicht mitteilen, dass nach ihrem Urlaub in Sharm el Sheikh das Gepäck vor Ort bleibt und per Frachtflieger zurückkommt“, sagt Geschäftsführer Ralph Schiller.

Die Zahl der betroffenen Kunden ist insgesamt überschaubar, da das Ziel auf dem Sinai insgesamt schlecht gebucht war. So fliegt TUI Sharm el Sheikh derzeit nicht mit eigenen Maschinen an, Buchungen sind nur per dynamischer Paketierung möglich.

Wichtigster Veranstalter neben FTI ist der Frankfurter Ägypten-Spezialist ETI.  Er muss vorerst bis 12. Dezember auf seine Flüge mit Eurowings ab Düsseldorf verzichten, nachdem die Airline schon in der vergangenen Woche ihre Sharm-Flüge einstellte. Der Germania-Flug am 21. November ab München wird statt nach Sharm el Sheikh nach Hurghada gehen.    

 

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