Mo 22.08.16

Curacao: Traum für Individualisten


Ein Paradies für Taucher, die keine festen Pläne mögen


Direkt vom Steg ...

Direkt vom Steg ...

... starten Taucher zu den Schönheiten unter Wasser. Fotos: cku

... starten Taucher zu den Schönheiten unter Wasser. Fotos: cku

Curacao ist nicht nur die Insel des blauen Likörs und der vielen Leguane, sondern auch die der schwarzen Mörtelkästen. Man sieht sie an Stränden stehen, auf Ladeflächen von Pick- ups und auf den Rücksitzen winziger Mietwagen. In den Boxen verstauen Taucher ihre Ausrüstung. Die Kisten markieren das Besondere der Insel: Auf Curacao verbringen Taucher einen individuellen Urlaub. Das schätzen jene, die keine Lust haben auf feste Pläne, große Gruppen und zeitlich begrenzte Tauchgänge.

Auf der Karibikinsel meldet man sich bei einer Tauchbasis an, macht einen Check-Dive und entdeckt die Unterwasserwelt auf eigene Faust. Ob es ein Ausflug zum Wrack der Superior Producer ist, einem Frachter, der vor Willemstad in bis zu 30 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt und das Zuhause von Tarpunen und Muränen ist, oder eine Tour zum Fischerstrand Playa Grandi, wo Seepferdchen und Schildkröten zu beobachten sind und sich zwischen den Riffkorallen Garnelen verstecken.

Für weniger erfahrene Taucher gibt es geführte Tauchgänge und Kurse. Einige haben Boote, allerdings sind fast alle Tauchplätze von Land aus zu erreichen. Die Taucher fahren mit ihrem Mietwagen hin, ziehen sich vor Ort um – an manchen Tauchplätzen, etwa an den weißen Stränden von Cas Abao oder Porto Mari, dürfen sie auch die Einrichtung der dortigen Tauchschulen mit‧benutzen – und tauchen ab.

Die Tauchplätze sind nicht kompliziert, man schwimmt an der Oberfläche fünf bis zehn Minuten bis zur Riffkante und taucht dort ab und nach der Hälfte der geplanten Tauchzeit wieder zurück. Die deutsche Tauchlehrerin Julia Peters erklärt: „Dort, wo das Meer dunkler wird, ist die Riffkante. Da geht es in die Tiefe, und dort lassen sich die meisten Fische und Korallen beobachten.“ Schnorchlern rät sie, auf Motorgeräusche der Fischerboote zu achten oder sich bei einer Tauchschule eine Boje auszuleihen.

Strömungen gibt es fast nie, viele Plätze sind für Anfänger geeignet. Schöne Spots sind das Cessna-Wrack in Santa Martha und das kleine Wrack Tug Boat in Vaersenbaai. Beide liegen strandnah in fünf Metern Wassertiefe und sind für Schnorchler gut zu sehen. Wer es einsam mag, der erkundet den Westen der Insel. Wasserscheue können an der Playa Forti und Playa Grandi bei Westpunt sogar von der Klippe oder vom Strand aus sehen, wie Schildkröten die Seegraswiesen abfressen und zum Atmen den Kopf aus dem Wasser strecken.

Corinna Kuhs

So kommen Sie nach Curacao
Curacao liegt im südlichen Teil des Karibischen Meeres. Air Berlin fliegt ab Düsseldorf dienstags und samstags direkt dorthin. Die Flugzeit beträgt 10,5 Stunden. An anderen Wochentagen sind Flüge mit Zwischenstopp in Miami möglich. Curacao ist beispielsweise über Thomas Cook, FTI, Dertour oder JT Touristik buchbar.


 

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