
Lässt sich mit City Cards bares Geld sparen oder sind sie nur eine gut getarnte Abzocke? Nach einem kürzlich durchgeführten Test des ADAC lautet die Antwort darauf: Manche der Karten sind tatsächlich zu empfehlen, andere allerdings entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung.
Insgesamt 16 City-Pässe für 14 europäische Metropolen wurden von den ADAC-Prüfern unter die Lupe genommen und in den Kategorien „Angebot“, „Top-Attraktionen“, „Informationen“, „Ticket-Kauf“ und „Preis“ bewertet. Das Ergebnis: Wien hat die beste City Card. „Die Vienna Card ist mit 19,90 Euro nicht nur sehr günstig, sondern beinhaltet zudem 151 Angebote rund um Freizeitaktivitäten und gewährt auf neun von zehn Hauptattraktionen Rabatte“, so die Begründung des ADAC. Darüber hinaus ist die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für drei Tage in dem Pass eingeschlossen.
Die Rote Karte gibt es hingegen für den Testverlierer „The Berlin Pass“. Wer die Eintritte zu den zehn Berliner Hauptattraktionen inklusive eines Drei-Tage-Tickets für den ÖPNV zu normalen Konditionen kauft, zahlt laut ADAC-Vergleich 33,60 Euro weniger als mit dem City-Pass. Dieser kostet stolze 82 Euro und gewährt lediglich auf drei der zehn Hauptattraktionen einen Preisnachlass. Überdies kritisierten die Tester, dass „kostenlose Attraktionen irreführend als Angebot aufgeführt werden“.
Doch auch für Berlin gibt es eine seriöse Gästekarte: Die „Berlin Welcome Card“ – ein Produkt von Visit Berlin – landete auf Platz sieben. Karteninhaber erhalten bei mehr als 200 Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Berlin und Potsdam Ermäßigungen bis zu 50 Prozent und haben freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Die Daten des ADAC basieren auf Eigenrecherche und einem Online-Fragebogen, der den Anbietern zugesandt wurde. Untersucht wurden die City Cards von Amsterdam, Barcelona, Berlin, Kopenhagen, Lissabon, Ljubljana, London, Luxemburg, Madrid, Oslo, Paris, Rom, Wien und Zagreb.


