Rückblick: So reisten die Deutschen

Ob mit oder ohne Hose: Wenn das mal nicht nach einem erholsamen Urlaub aussieht!
Ob mit oder ohne Hose: Wenn das mal nicht nach einem erholsamen Urlaub aussieht! Foto: atlantic-kid/istockphoto

Anlässlich unseres eigenen 50. Geburtstags haben wir uns angeschaut, wie das Reiseverhalten der Deutschen im vergangenen halben Jahrhundert ausgesehen hat. Mal abgesehen von fragwürdigen Frisuren und Badehosen (sofern man überhaupt welche anhatte) lautet das Resümee: Besonders viel hat sich gar nicht verändert. Die Deutschen sind schon vor 50 Jahren sehr gerne und sehr viel gereist – und tun das bis heute.

Das beliebteste Reiseziel der Westdeutschen war nach einer Auswertung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) schon Ende der 1960er Jahre das eigene Land (was auch 2019 noch der Fall ist). Außerhalb der Bundesrepublik waren Österreich, Italien und Spanien besonders gefragt.

Das Fortbewegungsmittel der Wahl war eindeutig das eigene Auto. Man kennt die Fotos von den bis unters Dach und manchmal auch darüber hinaus vollgestopften VW-Käfern, die sich die Passstraßen am Brenner hochquälten. Nahezu ein Viertel der Urlauber reiste noch mit der Bahn in die Ferien – dieser Wert liegt heute bei mickrigen fünf Prozent. Fliegen war verhältnismäßig teuer und für lediglich elf Prozent eine Option. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr reisten knapp 41 Prozent der Deutschen mit dem Flugzeug und nur noch 40 Prozent mit dem eigenen Pkw in den Urlaub.

Im weiteren Verlauf der 70er Jahre kam der Massentourismus auf und die Deutschen lagen fortan stapelweise an den Stränden Mallorcas. In den 80ern wurden an der Türkischen Riviera riesige Hotels für die Gäste hochgezogen. Die Hoteliers lockten mit Sonne, Strand und nahezu unschlagbaren Preisen – woran sich auch fast 40 Jahre später nicht viel geändert hat. Zu Beginn der 90er Jahre flogen dann immer mehr Deutsche zu Fernreisezielen – nahezu die ganze Welt war nun touristisch erschlossen und wartete darauf, entdeckt zu werden.

Für die DDR-Bürger sah die Urlaubsvielfalt bekanntlich etwas bescheidener aus: Neben der eigenen Ostseeküste konnten sie lediglich die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien problemlos bereisen. Schon für den Besuch der Sowjetunion war ein aufwändiges Visum nötig.

Den kompletten Text samt eines Interviews mit dem Reiseexperten Martin Lohmann von der FUR lesen Sie in unserer aktuellen Jubiläumsausgabe. Diese ist ausnahmsweise auch für Nicht-Abonnenten hier komplett online einsehbar.

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