Sri Lanka: Schwere Überschwemmungen nach heftigem Starkregen

Heftige Regenfälle haben in Sri Lanka Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen war das südliche Bergland. Touristische Regionen blieben nach Angaben eines lokalen Tourismusfachmanns verschont, Reisen seien weiterhin uneingeschränkt möglich.

Starkregen hat in den vergangenen Tagen in vielen Landesteilen Sri Lankas schwere Schäden angerichtet. Überschwemmungen setzten Häuser, Straßen und landwirtschaftliche Flächen unter Wasser. Vor allem in den höher gelegenen Regionen kam es zudem zu Erdrutschen, die Verkehrsverbindungen zeitweise unterbrachen.

Laut Bonny Sudusinghe, National Tourist Guide Lecturer, stehen die jüngsten Unwetter im Zusammenhang mit einem außergewöhnlich starken Super-El-Niño-Phänomen, das in Teilen des Landes für anhaltende und teils außergewöhnlich heftige Regenfälle gesorgt hat. Besonders betroffen war das südliche Bergland, wo es mehrere Tage lang nahezu ununterbrochen geregnet hat. Die starken Niederschläge haben örtlich Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst, erklärte Sudusinghe gegenüber touristik aktuell.

Besonders betroffen ist die Region um Nawalapitiya

Eine kleine Flagge von Sri Lanka steckt auf einer bunten Weltkarte direkt an der Position des Inselstaates im Indischen Ozean, der Hintergrund ist unscharf.
Verschiedene Regionen Sri Lankas sind derzeit von Überschwemmungen und Starkregen betroffen. Foto: pawel.gaul/iStock

Am stärksten trafen die Unwetter das Gebiet entlang des Mahaweli Ganga, des längsten Flusses Sri Lankas, unterhalb des Kotmale-Stausees. Besonders betroffen war die Region um Nawalapitiya südwestlich von Kandy. Nach den vorliegenden Informationen sind dort mehrere Menschen ums Leben gekommen. Darüber hinaus entstanden Schäden an Wohnhäusern, Straßen und landwirtschaftlichen Flächen.

Wie Sudusinghe berichtet, wurden die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen von Militär, Polizei und zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt. Die Einsatzkräfte versorgten Betroffene, räumten Straßen frei und halfen bei der Beseitigung der Schäden. Inzwischen hat sich die Lage den Angaben zufolge wieder normalisiert. „Die Niederschläge haben aufgehört, die Straßen sind wieder geöffnet und die Infrastruktur funktioniert wieder wie gewohnt“, so der Tourismusfachmann.

Wichtigste touristische Regionen nicht betroffen

Nach seinen Angaben waren die wichtigsten touristischen Regionen des Landes von den Unwettern nicht betroffen. „Der Tourismus in Sri Lanka läuft uneingeschränkt weiter. Rundreisen und Urlaubsaufenthalte können wie geplant durchgeführt werden“, betont Sudusinghe. Der Experte lebt selbst in der Nähe des betroffenen Gebiets und schildert, dass sich die Situation vor Ort inzwischen deutlich entspannt hat. Einschränkungen für Reisende gibt es derzeit nicht.