Thailand: Qualität statt Quantität

Auf Massentourismus kann (und will) Thailand nicht verzichten. Dennoch versucht das Tourist Board des Landes eine neue Strategie: „Value over volume“. Dabei geht es darum, verstärkt hochwertige Erlebnisse und nachhaltige Produkte in den Vordergrund zu stellen.

Strategie: „Value over volume“

Der gold leuchtende Wat Raun in Bangkok vor dem Fluss, der Himmel im Hintergrund leuchtet in Rosa- und Lilatönen..
Bangkoks Wat Arun gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Thailands und ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Foto: Tourism Authority of Thailand

Hinter dem Konzept steht die Weiterentwicklung der Tourismusstrategie der Tourism Authority of Thailand (TAT), die auf der ITB Berlin vorgestellt wurde. Laut Mitteilung der Tourismusbehörde reagiert sie damit auf Veränderungen im Reiseverhalten: Luxus werde zunehmend mit Zeit, Ruhe und persönlichem Wohlbefinden verbunden.

Mit dem Ansatz verbindet sich auch die Hoffnung, neue Zielgruppen zu gewinnen, darunter verstärkt Wellness- und Wellbeing-Reisende. Dabei hat das Tourist Board unter anderem den Norden des Landes mit Chiang Mai und Chiang Rai im Blick – mit Angeboten für „achtsame Aufenthalte“ wie Wandern, Yoga und Meditation. Auch Orte wie Nan mit seiner historischen Altstadt, Koh Chang mit seinen ruhigen Stränden oder Phang-nga für „sanfte“ Abenteuer mit Wellness sollen stärker in den Fokus rücken.

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Luftaufnahme der Küstenregion Kekova bei Antalya mit Booten im türkisfarbenen Wasser, überlagert mit dem Logo der anex gruppe und Textbausteinen.

Gleichzeitig setzt Thailand auf längere Aufenthalte und Reiseformen, die lokale Gemeinschaften stärker einbinden. Festivals, Kulturveranstaltungen und Kongresse sollen zudem helfen, Reisen besser über das Jahr zu verteilen und neue Zielgruppen anzusprechen.

Starkes Tourismusjahr 2025

Die Strategie baut auf einem starken Jahr auf: 2025 reisten 32,9 Millionen internationale Gäste nach Thailand und generierten Einnahmen von rund 41,3 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich der Fernreisemarkt, aus dem erstmals mehr als zehn Millionen Gäste kamen. Deutschland gehört mit rund 966.000 Reisenden weiterhin zu den wichtigsten europäischen Herkunftsmärkten. Für 2026 strebt Thailand tourismusbezogene Gesamteinnahmen von rund 81 Milliarden Euro an.