Aida übernimmt Deutschland-Geschäft von Costa

Manager-Trio für das Markenduo (von li. nach re.): Norbert Stiekema (Costa), Felix Eichhorn und Uwe Mohr (beide Aida). Foto: Ulrich Perrey
Manager-Trio für das Markenduo (von li. nach re.): Norbert Stiekema (Costa), Felix Eichhorn und Uwe Mohr (beide Aida). Foto: Ulrich Perrey

Der deutsche Kreuzfahrtmarktführer Aida Cruises übernimmt ab 15. April den Vertrieb seiner Mutter Costa Crociere in Deutschland. Costa Kreuzfahrten mit Sitz in Hamburg bleibt eigenständig, künftig allerdings auf das eigene Marketing beschränkt. Synergien nutzen wollen die beiden Unternehmen der Carnival-Gruppe.

Das soll auch das Geschäft für die Reisebüros erleichtern. So kündigt Aida-Manager Uwe Mohr, der nun auch das Agenturgeschäft von Costa verantwortet, eine „einheitliche Abwicklung und eine einheitliche Verkaufsunterstützung“ sowie ein ab 1. November 2014 geltendes gemeinsames, „einfaches“ Provisionsmodell an. Das hofft Vertriebschef Felix Eichhorn in den kommenden Wochen präsentieren zu können.

Bedenken, mit diesem „grundlegend anders aussehenden Modell, in das die Umsätze mit beiden Marken einzahlen“, könnten sich die Konditionen für den stationären Vertrieb verschlechtern, räumt Eichhorn von Vornherein aus: „Wir sind sicher, dass wir damit eine höhere Akzeptanz am Markt finden und Agenturen, die Aida und Costa aktiv verkaufen, gute Anreize bieten wird. Wir werden keine Provisionen aus dem Markt nehmen.“

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Eine Übersicht verschiedener Hotelmarken-Logos auf dunkelblauem Hintergrund, angeordnet in einer Reihe unter der Überschrift ELEGANCE COLLECTION.

Einzelagenturen erhalten wie gehabt zwei separate Verträge, allerdings gleichen Inhalts. Die Kontrakte mit den Ketten und Kooperationen sollen in den kommenden Wochen ausgehandelt werden. Für Reisebüros bedeute der Verbund im Vertrieb eine bessere Betreuung, meinen die Aida-Manager. „Wir beschäftigen künftig 250 Mitarbeiter im Vertrieb, davon 30 im Außendienst und 150 in der Abteilung Inside Sales“, erläutert Mohr. Es werde aufgestockt, nicht abgebaut. „Damit haben wir den größten Vertrieb in der Kreuzfahrtbranche.“

Marken und Produkte sollen dabei natürlich nicht verwässert werden, sagt Costas Deutschland-Chef Norbert Stiekema: „Es gibt eine Aida-DNA und eine Costa-DNA. Das müssen wir klar kommunizieren“, sieht er sich vor großen Aufgaben im B-to-B-Marketing.

Mehr zum Thema lesen Sie in der am 15. April erscheinenden touristik aktuell 14/2103.

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