HAL und Seabourn: Absagen teils bis Winter 2021

Hiobsbotschaft für Holland America Line: Die Carnival-Tochter sagt sämtliche Kreuzfahrten vom 1. Januar bis 31. März 2021 ab – und cancelt Reisen mit Abfahrts- oder Anlaufhäfen in den USA sowie mit acht oder mehr Nächten sogar bis November nächsten Jahres. Ausgewählte Kreuzfahrten in Asien, Australien, Neuseeland und Südamerika werden bis Mitte April ausgesetzt. Dies teilt die Reederei in ihrem Vertriebs-Newsletter mit.

Reisebüros werden gebeten, ihre Buchungen zu prüfen und betroffene Gäste entsprechend zu informieren. Diese können sich den gezahlten Reisepreis entweder gutschreiben oder erstatten lassen. Kunden, die sich bis zum Jahresende nicht entschieden haben, erhalten den so genannten Future Cruise Credit. Buchungen ohne geleistete Anzahlung werden automatisch und kostenfrei storniert.

Für die abgesagten Kreuzfahrten bekommen Reisebüros die volle Provision nur, wenn die Reise vollständig bezahlt wurde. Wurde lediglich eine Anzahlung geleistet, erhalten Reisebüros darauf zehn Prozent Vergütung. Future Cruise Credits, die in der momentanen Umbuchungsregelung vergeben werden, würden bei einer Neubuchung voll verprovisioniert, heißt es von Holland America Line.

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Update:

Auch die Schwestermarke Seabourn verlängert die Aussetzung des Schiffsbetriebs. Betroffen sind die Kreuzfahrten der Seabourn Odyssey vom 16. Januar bis 5. November 2021 sowie der Seabourn Quest vom 22. Juli bis zum 6. November nächsten Jahres – dies gilt allerding nicht für Kreuzfahrten mit einer Dauer von sieben Nächten, wie die Reederei betont.

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