
Schluss, aus, vorbei für die MS Deutschland, das ehemalige Traumschiff. Zumindest zunächst: Am 20. Januar wurden alle geplanten Reisen der Deutschland abgesagt. Am 9. Januar hieß es aus dem Haus von Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber noch, dass man einen Vorvertrag mit einem Investor abgeschlossen habe.
„Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren für das Schiff sind noch immer nicht abgeschlossen. Um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben, haben wir uns nun zu diesem Schritt entschlossen“, sagt Schmid-Sperber.
Kunden, die bereits Zahlungen geleistet haben, bekommen diese über den Kundengeldabsicherer erstattet. In den kommenden Tagen soll dazu ein Schadenformular zugeschickt werden.
Gleichzeitig informierte der Insolvenzverwalter 48 Mitarbeiter der Reederei Peter Deilmann über ihre Kündigung oder Freistellung. „Leider fehlt es uns sowohl an Beschäftigung, als auch an Geld für Löhne und Gehälter“, sagt Schmid-Sperber. Derzeit laufen noch die Sozialplanverhandlungen mit dem Betriebsrat.
Die 50-köpfige Stammbesatzung der MS Deutschland wird hingegen weiterbeschäftigt, um den Betrieb des Schiffes sicherzustellen. „Dies ist für Sicherheit und Werterhalt des Schiffes unverzichtbar“, so der Insolvenzverwalter.
Vergangene Woche hatte FTI Cruises die Zusammenarbeit mit der Reederei Peter Deilmann beendet, da es seit Beginn des Insolvenzverfahrens der Deutschland-Beteiligungsgesellschaft fast keine Buchungen mehr gab.


