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Jamaika: Grün und „irie“

Eine schöne Abkühlung verspricht der Besuch der Dunn's River Falls bei Ocho Rios

Eine schöne Abkühlung verspricht der Besuch der Dunn's River Falls bei Ocho Rios. Foto: Jamaica Tourist Board (JTB)

Man nehme teils sieben Meilen lange Strände, türkisblaues Wasser, schroffe Unesco-gekrönte Berge, viel Kultur, lebensfrohe Menschen und garniere alles mit einer Prise Reggae – fertig ist Jamaika. Was deutsche Urlauber auf der Karibikinsel alles erleben können, hat Hans van Wamel vom Jamaica Tourist Board Europe kürzlich bei einem Webinar mit viel Leidenschaft vorgetragen. Das rund einstündige Event, organisiert von touristik aktuell und dem Netzwerk Tourismuszukunft, wurde als Livestream auf der Facebook-Seite von touristik aktuell übertragen und ist hier nochmals anzuschauen. Mit dabei waren auch Gabi Sander von County Country und Daniel Schuhmacher von den Decameron Hotels, die ganz unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten.
 

Heartbeat of the World
Deutsche Urlauber können bereits seit 15. Juni 2020 wieder nach Jamaika reisen, müssen aber einen negativen PCR-Test vorweisen und ein Einreiseformular (siehe hier) ausfüllen. Einige der Hotels, die derzeit zu maximal 70 Prozent ausgelastet werden dürfen, bieten ihren Gästen laut van Wamel bequem einen Covid-Test für die Rückreise an, wie ihn etwa deutsche Behörden verlangen. Noch kennzeichnet das Robert-Koch-Institut die Insel als Risikogebiet, so dass bei Rückkehr nach Deutschland eine Quarantäne einzuhalten ist.

Direktflüge sollen zum 22. Mai aufgenommen werden: Dann startet Condor ab Frankfurt jeweils mittwochs und samstags nach Montego Bay. Am 5. Juli folgt Edelweiss Air über Zürich. Derzeit gibt es Umsteigeverbindungen mit Virgin Atlantic und British Airways über London. Zum Winter 2021 will auch Eurowings wieder fliegen, und zwar dreimal pro Woche.

Auf Jamaika angekommen, kann man ohne Hotelquarantäne gleich den „Heartbeat of the World“ fühlen, so der Claim. Mehr als 120 Attraktionen können die Gäste erleben, berichtet van Wamel und zeigt in seiner virtuellen Rundreise einige Beispiele: Gleich an vier Punkten auf der Insel wird Bambus Rafting angeboten. Es handelt sich um eine ruhige Form des Raftings, denn man wird von einem Bootsmann den Fluss zur Mündung hinab gestakt.

In vielen Regionen kann man die Insel vom Katamaran aus erleben oder sich rasant beim Ziplinen durch die Bäume schwingen. Bis zu 65 Kilometer werden die Bobs auf der Sommerrodelbahn in Mystic Mountain bei Ocho Rios schnell. Gleich 30 Attraktionen warten um Ocho Rios an der Nordküste auf Besucher, darunter auch der Dunn's River Falls, den man 60 Meter hinaufsteigen kann.
 

Kaffee und Reggae
Einer der schönsten Ausflüge für sportliche Urlauber ist der rund vierstündige Aufstieg zum Sonnenaufgang auf einen Berg der Blue Mountains, die zum Unesco-Welterbe zählen. Hier wächst auch der Blue Mountain Kaffee, der zu den besten der Welt zählt. Den Gebirgszug im Osten der Insel verbinden viele Urlauber mit einem Besuch von Kingston.

Reggae-Legende Bob Marley ist untrennbar mit der Hauptstadt verbunden, zu besichtigen sind die einfache erste Unterkunft im Stadtteil Trenchtown und seine spätere Villa. „Eine Tour durch Trenchtown und zum Bob-Marley-Museum kann ich jedem empfehlen“, sagt van Wamel. Und: Sei vor der Jahrtausendwende noch von Besuchen von Kingston abgeraten worden, könne man sich nun frei bewegen, sofern man die auch in deutschen Städten gültigen Regeln beachtet. Wichtig für van Wamel: die Jamaikaner respektvoll behandeln! Dann sei auf der Insel auch alles „irie“, was so viel wie chillig oder lässig heißt.
 

Qual der Hotelwahl
Doch wo übernachtet man am besten? Jamaika-Kenner van Wamel berichtet von einer großen Auswahl: von Villen über Boutique-Hotels bis zu großen Resorts, die es überhaupt erst seit 2003 auf der Insel gibt. Für ruhesuchende Romantiker seien Port Antonio an der Nordostküste sowie die Südküste mit den vielen Boutique-Hotels richtig. Für Familien mit Kindern, Paare und Singles, sprich für alle anderen, könnte man Montego Bay in der Nähe des Flughafens sowie rund 90 Fahrtminuten entfernt die Regionen Ochos Rios im Norden und Negril mit dem Seven Mile Beach im Süden empfehlen.
 

Direkt in Montego Bay
In Montego Bay selbt hört man zum Teil die Flugzeuge, aber dies empfinden viele Urlauber nicht als störend – zumindest war das bei den über 100 Reisebüro-Mitarbeiter der Fall, mit denen touristik-aktuell-Kollegin Sylvia Raschke schon dort übernachtet hat. Decamaron ist mit zwei All-inclusive-Hotels in Montego Bay vertreten. Nur Zimmer mit direktem Meerblick – und 146 davon – bietet das Royal Decameron Cornwall Beach mit 89 Prozent Weiterempfehlungsrate bei Holidaycheck. Genau 100 Prozent Weiterempfehlungsrate hat das Royal Decameron Montego Beach Resort mit 144 Zimmern gleich nebenan.

Das beliebteste Haus aus dem deutschen Markt ist aber laut Verkaufsleiter Daniel Schuhmacher das Royal Decamaron Club Caribbean. Das Drei-Sterne-Domizil mit 230 Einheiten – davon 33 Bungalows direkt am Strand – liegt an der Runaway Bay zwischen Montego Bay und Ocho Rios. Auch diese Weiterempfehlungsrate bei Holidaycheck kann sich sehen lassen: 96 Prozent. „Wir haben unser eigenes Hygienekonzept implementiert und lasten unsere Hotels auch nur zu maximal 60 Prozent aus“, erklärt Schuhmacher weiter.
 

Beach-Flair in Negril
„Von keinem unserer Zimmer sind es mehr als zwei Minuten bis zum Seven Mile Beach“, wirbt Gabi Sander für das Country Country in Negril. Die „schön bunte Anlage in typisch jamaikanischen Holzbaustil“ bietet 33 Einheiten mit Balkon oder Terrasse. 13 Zimmer im Bambus-Stil sind erst in den letzten Jahren dazugekommen, erzählt Sander, die seit mehr als 27 Jahren auf der Insel lebt. Das Drei-Sterne-Domizil wird mit Bed & Breakfast über die deutschen Veranstalter angeboten, selbstverständlich können im Hotel auch Mittag- und Abendessen à-la-Carte dazugebucht werden, sofern der Gast nicht in einem der umliegenden Restaurants essen möchte.

Alle Hotels auf Jamaika hätten sich mit umfangreichen Hygienekonzepten auf die Touristen vorbereitet, versichert van Wamel. Darüber hinaus würden Tourismusmitarbeiter in der Impfpriorität Jamaikas weit oben stehen, so seien schon viele Kollegen aus den drei Decamaron-Häusern und dem Country Country geimpft worden.

Wer Jamaika-Buchungen tätigt, sollte diese laut van Wamel auch auf der Seite My Booking Rewards eintragen lassen, weil man hier Prämien erhalte, die man unter anderem gegen Freinächte oder als Betrag auf einer Kreditkarte eintauschen könne.

Reiseverkäufer können ihr Jamaika-Wissen hier in einer Online-Schulung erweitern. Weitere Infos zur Karibikinsel gibt Hans van Wamel, der unter der E-Mail jamaica(at)ontdekjamaica.nl und der Whatsapp-Nummer 0031 – 625 134 276 zu erreichen ist.

Sylvia Raschke