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Hauser sagt Müll in Gastländern den Kampf an

Hauser Exkursionen verteilt ab Sommer Beutel an seine Kunden, um Müll aus Gastländern im heimischen Abfallsystem zu entsorgen

Hauser Exkursionen verteilt ab Sommer Beutel an seine Kunden, um Müll aus Gastländern im heimischen Abfallsystem zu entsorgen. Foto: Hauser Exkursionen

Kunden von Hauser Exkursionen erhalten ab sofort von ihren Reiseleitern einen Müllbeutel mit der Aufschrift „Take Me Home“. Diese seien auslaufsicher, geruchsfrei und bestünden vollständig aus recycelbarer Folie, heißt es in einer Mitteilung des Trekking-Spezialisten. Ziel ist es demnach, im Gastland Abfall zu vermeiden.

Die Beutel sollen Reisende dazu animieren, „ihren eigenen und gern auch gefundenen Unrat einzusammeln, mitzunehmen und erst im heimischen Recyclingsystem zu entsorgen.“ Der Münchener Veranstalter will so gegen die Entsorgungsproblematik in zahlreichen Gastländern vorgehen und damit „einen direkten Bogen zu seiner Vision schlagen, die Welt mit jeder Reise einen Schritt besser zu machen“.

„Bei all unseren Touren steht die Balance zwischen sozialer Verantwortung und einer möglichst geringen Klimabelastung im Mittelpunkt“, versichert Hauser-Chef Manfred Häupl. „Daher bieten wir zum Beispiel keine Fernreise unter zwei Wochen an.“ Tourismus als Job-Motor ist in vielen Destinationen ein Segen. Doch brächten Reisende auch Unerwünschtes mit, weiß Häupl, was insbesondere in Ländern zum Problem wird, in denen es kein stabiles Entsorgungs-Management gibt.

Als Ergänzung zum lokalen Müllkonzepten leisten Hauser-Gäste künftig einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung im Reiseland. Persönlicher Sondermüll soll ebenso mit nach Hause genommen werden wie Batterien, Plastikverpackungen oder andere Dinge, die vor Ort schwer zu entsorgen sind. Besser sei es, die in Europa gut entwickelte Abfall- und Recycling-Industrie zu nutzen, ist man bei Hauser überzeugt. Eine passende Bedienungsanleitung auf der Rückseite der „Take Me Home“-Beutel erklärt den Kunden die Idee, die „in fernen Ländern selbstverständlich ebenso wie in den Alpen und unseren heimischen Naturräumen“ funktionieren kann, so Häupl.

 
Felix Hormel