

Die Idee für das neue Büro der Reiseagentur Sannworld entstand aus der Not heraus: Das Geschäft lief so gut, dass man sich vergrößern musste. Die Idee, andernorts Räume anzumieten, wurde schnell aufgegeben. Denn das bestehende Büro befand sich in einer eigenen Immobilie. Und die verfügte über einen nicht genutzten Dachboden.
Nach langer Planung und vielen Gesprächen beim Bauamt, aber ohne ausgefeiltes Shop-Konzept und ohne Konzernunterstützung entstand ein Büro, das einzigartig ist in Ostwestfalen. Der eine Teil des loftartigen Büros ist durch Betonoptik geprägt, der andere durch warme Farben und Holz. Dekomaterialien wie altes Flugzeugzubehör wurde bei Ebay ersteigert, ein Doppelschreibtisch hilft beim Einarbeiten der Azubis. Postkarten von Kunden gehören genauso zur Ausstattung wie ein Koffer als Tisch. Highlights sind ein großes Weltkarten-Graffiti und Opas Auswanderungskoffer aus dem Jahr 1956. Damals reiste Rudi Sannwaldt mit der MS Berlin nach Kanada.
Sein Enkel Alex Sannwaldt ist überzeugt, Chef des nunmehr „schönsten Reisebüros in der Region“ zu sein. In der Tat: Geliebt wird es nicht nur von Stamm- und Neukunden, die durch den Umbau und die entsprechende Mund-zu-Mund-Propaganda auf das Büro aufmerksam wurden. Auch die Mitarbeiter lieben die neue Arbeitsatmosphäre, die sich schnell unter anderen Reiseverkäufern der Region herumgesprochen hat. Das half auch bei der Akquise: Die neueste Mitarbeiterin ließ sich Sannwaldt zufolge auch „aufgrund der neuen Räumlichkeiten“ zum Wechsel bewegen.




