Das Schermbecker Reisebüro setzt bei Gruppenreisen auf Exklusivität statt Standards: Insider-Tipps, besondere Erlebnisse und persönliche Begleitung machen die Reisen zum Erfolgsmodell – und bescheren dem Büro eine hohe Wiederholerquote.
Die Gemeinde Schermbeck im Kreis Wesel hat Bekanntheit in der deutschen Vertriebslandschaft erlangt – genauer gesagt das Schermbecker Reisebüro. Das DER Touristik Partner-Unternehmen (DTPU) besteht seit gut zehn Jahren und war bereits zweimal das umsatzstärkste DER-Reisebüro bundesweit. Ein maßgeblicher Faktor dabei: die begleiteten Gruppenreisen, eines von vier Standbeinen neben Touristik, Luxusreisen und Kreuzfahrten – letztere laufen unter der Marke More Cruises.
Fünf bis zehn begleitete Gruppenreisen organisieren Frank Herbrechter und sein fünfköpfiges Team pro Jahr: von Tagesfahrten zur Landesgartenschau über Kurzkreuzfahrten bis hin zu mehrwöchigen Flugreisen in Fernziele wie Kanada oder Südafrika.
Qualität statt Masse: Kunden wollen nichts von der Stange
Im April begleitete das Schermbecker Reisebüro eine Kalabrien-Reise mit rund 100 Kunden und Gästen eines Kreditinstituts. Dabei punktete es unter anderem mit sehr guten Ortskenntnissen und Insider-Tipps, die aus einer Vortour resultierten. Etwa, wo es hausgemachtes Tiramisu oder den besten Bergamotte Spritz gibt. Auch solche Dinge gehören zu den „vielen Kleinigkeiten, die den großen Unterschied und letztlich den Erfolg einer Gruppenreise ausmachen können“, weiß Herbrechter, der diese schon seit Jahrzehnten plant und umsetzt. „Kunden schätzen unsere Mehrwerte und Exklusivleistungen, und auf die kommt es an.“
So überraschte der gut vernetzte Touristiker die Teilnehmer eines Yukon-Trips einmal mit dem Besuch bei der kanadischen Musher-Legende Frank Turner und seinen über 100 Schlittenhunden. „Solche ganz besonderen Erlebnisse bieten andere nicht, und Kunden wollen auch nichts von der Stange.“ Dennoch greift das DER Touristik Partner-Unternehmen als Franchise-Nehmer auch auf das Sortiment von Deutschlands zweitgrößtem Reisekonzern zu. „Ansonsten wählen wir unsere eigenen Partner aus.“
Gruppenreisen: Eine aufwendige Planung mit Mehrwert

Ideenfindung, Recherche bis hin zur Vorreise, Planung und Organisation, Bewerbung, Kundenakquise, Vortreffen, die Reise selbst und gegebenenfalls auch ein Nachtreffen – das alles kostet Ressourcen und bindet Personal. „Wer eine Gruppenreise begleitet, ist vielleicht ein bis zwei Wochen nicht im Büro“, so der Reiseverkäufer.
Und derjenige muss vor Ort rund um die Uhr für die Gäste greifbar sein – auch im Notfall. „Wir hatten schon Auslandsunfälle einzelner Teilnehmer, bei denen wir einen Krankenwagen gerufen und auch eine deutschsprachige Assistenz sowie den Rücktransfer ins Hotel organisiert haben.“
Eine begleitete Gruppenreise bedeute für ihn, „dass wir als veranstaltendes Reisebüro uns vor, während und nach der Reise um unsere Kunden kümmern“, betont Reiseexperte Frank Herbrechter.
Erfolg und Rentabilität von Gruppenreisen
Trotz aller finanziellen, zeitlichen und personellen Investitionen sind die eigenen Gruppenreisen aus Sicht des Touristikers „rentabel bis sehr rentabel“. „Es ist mir aber auch eine Herzensangelegenheit, Leute in tolle Länder mitzunehmen, die ich selbst kenne“, betont der Reiseprofi. Dafür trommelt er auf allen Kanälen: mit Zeitungsanzeigen, Social-Media-Posts sowie elektronischen und postalischen Kunden-Mailings. Zudem sorge die „sehr hohe Wiederholerquote“ für Empfehlungen.
In diesem Jahr stehen noch drei Gruppenreisen an: eine Albanien-Standortreise mit Strandhotel an der Adria („alle Zimmer mit Meerblick oder seitlichem Meerblick“, betont Herbrechter), eine Donau-Kreuzfahrt mit Arosa – die Agentur ist ein Platin-Partner der Premiummarke –, und eine Tagesfahrt zum Siegburger Weihnachtsmarkt. Jede beginnt mit einem Welcome Drink an Bord des Reisebusses: „Ein Sektchen ist Standard“, so Frank Herbrechter. Was danach folge, seien „Champagner-Momente“.



