

Die Corona-Krise trifft mobile Reiseberater ebenso wie stationäre Reisebüros. Das hat Kurt Koch, Geschäftsführer der TUI-Vertriebstochter TLT Urlaubsreisen, im Gespräch mit touristik aktuell deutlich gemacht.
Ihm zufolge üben mehr als 200 der derzeit 800 TLTU-Reiseberater diese Tätigkeit hauptberuflich aus. Zwar müssten sie keine Fixkosten wie zum Beispiel Miete zahlen., jedoch verfügten sie über ein geringeres Volumen als die stationären Kollegen. „Egal, ob stationär oder mobil – wir sitzen alle in einem Boot“, so Koch.
Aus diesem Grund hat der Spezialist für mobilen Reisevertrieb die Kampagne „#neustart2020“ ins Leben gerufen, die die komplette Branche unterstützen soll. Auf der Homepage Neustart2020.net, die Anfang der Woche gelauncht wurde, finden Reiseprofis Vorlagen für soziale Medien wie Instagram, Facebook und Whatsapp. Sie sind neutral gehalten, das heißt, in ihnen erscheinen keine Logos der TLT-Marken Take Off, Feria und Holiday Profis.
„Reisebüros müssen zeigen, dass sie noch da sind“
Die Vorlagen werden regelmäßig um weitere Motive ergänzt. „Gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit, ist es wichtig, dass Reisebüros und Kunden in Kontakt bleiben. Der Dialog darf nicht abreißen, das Vertrauen nicht schwinden“, mahnt Koch. „Und die Reisebüros, die von manchen Medien bereits totgesagt wurden, müssen zeigen, dass sie noch da sind.“
Gleichzeitig dienten die Fotos eines Bergsteigers, von einem Strand und eines Tauchers zur Inspiration. „Hört nicht auf zu träumen. Wir Reisebüros buchen nicht nur, sondern sind immer für unsere Kunden da“, steht auf den Vorlagen.
Die Resonanz auf die Kampagne ist laut Koch gut. Viele seien für die Unterstützung dankbar. Auch die TLTU-Partner schätzten das Engagement. „Wie gesagt, die Krise betrifft alle.“ Und je eher und engagierter man gemeinsam an dem Neustart arbeite, desto besser gelinge er.
Koch selbst weiß, was es heißt, ein Reisebüro wegen einer Krise aufgeben zu müssen. 9/11 führte einst dazu, dass er eines seiner Büros schließen musste. „Ich weiß sehr gut, was diese Situation für manch einen bedeutet.“ Doch wisse er auch aus eigener Erfahrung, dass es eine Zeit nach der Krise gebe. Daher gelte es, jetzt die Ärmel hochzukrempeln.
Er gehe davon aus, dass noch in diesem Jahr wieder gereist werden könne, sagt Koch. Wenn auch nicht in jede Destination. Und auch die Nachfrage werde da sein. „Wir Deutschen wollen doch reisen.“ Zudem schätzt er, dass der Trend hin zum mobilen Vertrieb durch die Krise verstärkt werde. „Vielleicht wird der ein oder andere Kollege den Fixkostenblock einsparen wollen.“ Mehr als 70 der rund 800 TLTU-Partner waren zuvor Inhaber eines stationären Reisebüros.
Infos zu der Kampagne und die Vorlagen finden Sie unter www.neustart2020.net.



