
Veranstalter Bentour Reisen hat in der Corona-Krise einen Überbrückungskredit beantragt. Dieser hat nach Unternehmensangaben eine Laufzeit von fünf Jahren und sichere somit Liquidität und Arbeitsplätze. Dazu wurde auch auf Kurzarbeit umgestellt.
Mit Dienstleistern und Leistungsträgern seien bereits zahlreiche Gespräche geführt worden, mit dem Ziel der „gemeinsamen Bewältigung der Jahrhundertkrise“, so CEO Deniz Ugur. Keine Einschneidungen soll es für Reisebüros geben, betont Geschäftsführerin Songül Göktas-Rosati: „Natürlich wird auch Bentour Reisen in diesen herausfordernden Zeiten Einsparungen vornehmen, allerdings nicht auf dem Rücken unserer Reisebüro-Partner.“
Bereits zu Beginn der Krise hatte Bentour als erster Reiseveranstalter verkündet, bereits ausgezahlte Provisionen für abgesagte Reisen nicht zurückzufordern. Dies kostet den mittelständischen Veranstalter nach eigenen Angaben für die Monate März und April einen „hohen fünfstelligen Betrag“.
Aktuell wird an Strategien für den Neustart nach der Krise gearbeitet. „Wir sind jetzt schon dabei, unser Produktportfolio auf die Nach-Corona Zeit auszurichten“, so Göktas-Rosati. Dabei will Bentour neue Wege gehen. „Wir werden eine andere Form des Zusammenlebens und natürlich auch des Reisens erleben“, sagt sie. „Mit herkömmlichen altbewährten Ansätzen sind diese neue Anforderungen nicht zu bewältigen, ein Umdenken auf ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Reisekonzept muss bereits heute beginnen.“



