Reisebüro-Websites: Mehr Schlagkraft gegen Check 24

Mit einer KI-gestützten Software will der Berliner IT-Anbieter SLB Services stationären Reisebüros die digitale Schlagkraft großer Online-Portale verschaffen. Dafür sei es höchste Zeit, unterstreicht Unternehmenschefin Martina Seefeld. Während Plattformen wie Check24 oder Booking Milliarden in Technologie, Datenanalyse und KI investieren würden, kämpften viele stationäre Reisebüros mit standardisierten Buchungsstrecken und begrenzter digitaler Sichtbarkeit.

Eine Frau mit blonden Haaren trägt eine VR-Brille und hält einen Controller in der Hand, sitzt auf einem Sofa auf einer Messe mit unscharfen Besuchern und bunten Lichtern im Hintergrund.
Blick in die virtuelle Welt: Reisebüro-Websites müssen besser sein, um gegen Check24 zu bestehen, meint ein Berliner IT-Anbieter. Foto: ITB

Das müsse nicht sein: Zur ITB stellt SLB Services eine Lösung vor, die das Technologie-Gefälle im Reisevertrieb reduzieren soll: den „SLB IBE Hub-Server“. Dahinter verbirgt sich Seefeld zufolge eine modulare Middleware für individualisierbare Online-Buchungsplattformen.

„Schluss“ mit Standard-Portalen

Anders als klassische White-Label-Lösungen versteht sich der IBE Hub-Server von SLB nicht als weitere Standard-Buchungsmaschine, sondern als technologische Infrastruktur, mit der Reisebüros ihre eigene Plattform betreiben können – inklusive eigener Suchlogik, Content-Steuerung und Marketing-Priorisierung. Über spezielle Schnittstellen lassen sich Veranstalter sowie Systeme von Anbietern wie Peakwork, Amadeus, Ratehawk und Airtuerk integrieren.

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Angebote, Sortierungen oder Kampagnen könnten vom Betreiber selbst angepasst werden – ohne externe Agenturen oder Systemdienstleister, wirbt die SLB-Chefin. Ziel sei es, die digitale Wertschöpfung wieder stärker ins eigene Haus zu holen.

KI-Berater ergänzt Reiseverkäufer

Kernbestandteil der Plattform ist ein integrierter KI-Reiseberater. Dieser arbeitet mit unterschiedlichen Expertenprofilen – etwa für Familienreisen, Luxusurlaub oder spezifische Zielgebiete – und unterstützt sowohl Endkunden im Frontend als auch Mitarbeiter intern bei Recherche und Beratung. „Damit soll die digitale Buchungsstrecke nicht nur transaktional funktionieren, sondern auch beratungsnah – ein Bereich, in dem stationäre Reisebüros traditionell ihre Stärke sehen“, erklärt Martina Seefeld.

Die Plattform wurde seit 2023 gemeinsam mit Pilotpartnern im Realbetrieb entwickelt, darunter etablierte Reisebüros wie Benzer Touristik und Sancarbarlaz Tours. Neben der Web-Buchungsstrecke umfasst das System auch eine native Kunden-App für Apple und Android mit Dokumentenverwaltung, Push-Benachrichtigungen und direktem Kontakt zum Reisebüro.

Lob von Reisebüros

Die Referenzen sind sehr gut: „Wir sind begeistert. Besonders die KI-Tools und die flexiblen Marketing-Funktionen machen den Unterschied“, lobt etwa Reisebüro-Inhaber und Pilotpartner Haluk Seyhanoglu von AS Super Reisen in Burgdorf. Und Taylan Bibak von Bibak Reisen in Köln ergänzt: „Egal ob kleines Reisebüro, Franchise-Filiale oder Spezialveranstalter – diese Plattform passt sich an uns an, nicht umgekehrt. Endlich eine Lösung, die die Vielfalt unserer Branche versteht.“

Präsentation auf der ITB

Ab der ITB wird die Plattform für weitere Partner geöffnet, auf der Messe bietet SLB Services persönliche Beratungsgespräche und Live-Demonstrationen an. Details dazu gibt es auf einer speziellen ITB-Landingpage von SLB Services.

Mehr zum Thema technische Innovationen auf der ITB in Berlin (3. bis 5. März) finden Sie im Schwerpunkt „Technologie“ der kommenden Ausgabe von touristik aktuell (ta 04/2026). Sie erscheint am 2. März anlässlich der Messe in erhöhter Auflage und wird an den Eingängen der ITB verteilt.

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