Thomas Engel liebt Fernreisen und außergewöhnliche Erlebnisse. Der Saarländer erzählt von eisigen Abenteuern in Kanada, einem kuriosen Dumpling-Restaurant in Hongkong und einer Incentive-Reise für mehr als 100.000 Euro – und verrät seine liebsten Party-Locations.
Der 37-Jährige ist seit 2003 in der Touristik. 2011 machte sich der Fernwehexperte selbstständig. Mit Mike Löw leitet er das Reisebüro TM-Reisen. Zu dem Unternehmen im Saarland gehören die Filialen in Heusweiler und Schwalbach.
Wo würden Sie hinreisen, wenn Geld keine Rolle spielt?
Ich würde am liebsten eine Weltreise machen und die Antarktis und Südamerika entdecken. In Südamerika war ich tatsächlich noch nie, aber mich interessieren die Natur und die beeindruckende Kultur. Vor allem Machu Picchu in Peru möchte ich unbedingt sehen. Das ist sicherlich ein sehr mystischer Moment.
Was war Ihre schönste Inforeise?
Ich habe tatsächlich schon viele schöne Inforeisen gemacht. Eine der außergewöhnlichsten führte im Winter mit der Dertour Academy nach Kanada. Wir waren in Toronto und sind bei strahlend blauem Himmel und eisigen Temperaturen mit dem Helikopter über die Niagarafälle geflogen. Die aus der Vogelperspektive zu sehen, war ein einmaliges Erlebnis. Das Haupt-Event fand dann in den Rocky Mountains statt. Mit Temperaturen um die minus 36 Grad Celsius war es so kalt, dass wir Eiszapfen an den Wimpern hatten. Eigentlich wollten wir zu der Stampede, dem weltweit größten Rodeo. Doch das wurde abgesagt, weil sonst die Tiere erfroren wären. Mit den Famtrip-Teilnehmern von damals habe ich heute noch Kontakt. Kanada hat mich so fasziniert, dass ich, wenn ich auswandern wollte, eventuell dorthin ziehen würde.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
Ich habe mal in einer ungewöhnlichen Location gegessen. In Hongkong, in einem Hochhaus, das gerade renoviert wurde. Wir waren feiern und uns wurde ein Restaurant in eben diesem Hochhaus empfohlen. Das war sehr skurril, denn es gab kein Schild und keinen Hinweis. Wir klopften einfach an einer Eingangstür und auf einmal befanden wir uns mit ziemlich vielen Menschen in einer Wohnung wieder. Dort wurden uns wirklich fantastisch schmeckende Dumplings serviert.
Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Ich glaube, dass viele deutsche Pauschalurlauber die Südsee mit Französisch-Polynesien nicht auf dem Schirm haben. Das liegt natürlich auch an den hohen Reisekosten und der langen Anreise. Ich selbst war auch noch nicht da, will aber unbedingt dorthin reisen. Vor der Pandemie hatte ich tatsächlich eine Kreuzfahrt gebucht. Und dann kam Corona.
Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Schwierige Frage. Ich habe immer einen Müllbeutel für meine dreckige Wäsche dabei. Und im Handgepäck nehme ich immer eine Ersatzzahnbürste, Zahnpasta und Unterwäsche mit, falls der Koffer einmal verloren geht.
Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Während meiner Ausbildung habe ich für eine französische Firma eine Incentive-Reise nach Mauritius gebucht. Die Mitarbeiter flogen in der Business Class für eine Woche auf die Insel. Der Preis lag weit über 100.000 Euro. Alles hat reibungslos geklappt.
Welche Bar ist die coolste?
Da gibt es so viele. Ich habe schon in Costa Rica in den billigsten Kaschemmen die tollsten Partys gefeiert. Gleiches gilt für die Kapverden. Dort kann ich den Calema Pub empfehlen. Die Einrichtung ist eher spartanisch. Das Tolle ist aber, dass man dort viele Einheimische trifft, die offen sind und Spaß daran haben, mit den Gästen zu feiern.
Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 03/2025 vom 17. Februar 2025.
Ausgabe als E-Paper lesen · Abo-Optionen – Print & Digital
Sie wollen auch mitmachen und unsere Fragen für Mein Job & Ich beantworten?
Dann melden Sie sich gerne per E-Mail bei redaktion@touristik-aktuell.de




