ta fragt Counter-Expertin Nina Orschel

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Eine Übersicht der Marken der Inclusive Collection vor dunkelblauem Hintergrund mit den Logos von Impression, Zoëtry, Hyatt Zilara, Hyatt Ziva und weiteren.

Nina Orschel ist bekennender Japan-Fan und kennt sich auch mit ungewöhnlichen Reiseerlebnissen aus. Die Wiesbadener Reiseprofi erzählt von Kuhmagen und Haifischknorpel, einer kuriosen Schwarzwald-Buchung und verrät, warum Montenegro mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Wiesbadenerin Nina Orschel ist seit 2000 in der Branche. War sie lange Zeit angestellt, übernahm sie 2015 ein Reisebüro und machte sich selbstständig. 2021, während Corona, jedoch verkaufte sie es an LCC. Seitdem führt sie als Büroleiterin die Geschicke von LCC Urlaubswelten in der Wiesbadener Wilhelmspassage.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde: Wohin würden Sie auf jeden Fall reisen?

Ich würde auf jeden Fall nach Japan und das Land komplett bereisen. Ich war bislang zweimal dort und relativ zentral unterwegs, sprich in Tokio, Hiroshima, Kyoto und Osaka. Eine nächste Tour führt in den Süden nach Fukuoka. Japan mit seinen Kontrasten zwischen Tradition und Moderne ist so faszinierend. Die Leute sind so nett und respektvoll. Man fühlt sich sicher, das Essen ist hervorragend. Es macht einfach riesigen Spaß, dort zu reisen und immer wieder Neues zu entdecken.

Was war Ihre schönste Inforeise?

Das ist eine wirklich schwierige Frage. Ich habe schon viele tolle Inforeisen mitgemacht. Eine der besondersten war ein exklusiver Famtrip mit Meiers Weltreisen auf die ABC-Inseln. Die Inseln sind so kontrastreich. Aruba, das eher amerikanisch-westlich geprägt und sehr touristisch ist. Curacao, das niederländisch angehaucht ist und mit bunten Häusern fasziniert. Und Bonaire, das eher eine Aussteigerinsel ist. Dort sind sehr viele Taucher unterwegs und es ist vom Flair vergleichbar mit dem früheren Ibiza. Wir haben in tollen Unterkünften übernachtet, zum Beispiel im Harbour Village Beach Club auf Bonaire, wo auch die niederländische Adelsfamilie ab und zu Urlaub macht. Und im Bucuti & Tara Beach Resort auf Aruba, das super modern und chic ist.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?

In Japan haben wir, ohne es zu wissen, einmal eingelegten Kuhmagen serviert bekommen. Die Marinade war zwar ganz gut, das Fleisch war jedoch etwas zäh. Und wir haben tatsächlich Haifischknorpel gegessen. Der war ebenfalls eingelegt. Aber ehrlich gesagt: Noch einmal muss ich das nicht unbedingt essen.

Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?

Ich glaube, Montenegro ist eine unterschätzte Destination. Montenegro ist landschaftlich ein Kroatien in klein und ein wirklich schönes Ziel. Leider gibt es zu wenige Flüge.

Zwei Frauen stehen nebeneinander in einem bunten Laden und formen mit ihren Händen ein Herzzeichen vor ihren Körpern, während sie in die Kamera lächeln.
Nina Orschel (links) ist großer Japan-Fan. Foto: privat

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?

Meine Reiseapotheke. Ich würde behaupten, dass ich eine der best ausgestattetsten Reiseexpertinnen bin. Ich habe für fast jede Krankheit ein Mittel dabei, Halstabletten, Durchfallmittel, Allergikertabletten, Aloe-Vera-Gel, Mittel gegen Hörsturz, Sodbrennen und so weiter. Wenn auf Inforeisen etwas passiert, bin ich meist die erste Ansprechpartnerin.

Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?

Das war für ein Paar ein einfaches Apartment im Schwarzwald und als sie erwähnten, dass sie kein Auto haben und auch nicht mit der Bahn fahren wollten, fragte ich nach wie sie anreisen wollen. Daraufhin antworteten sie, dass sie die Kurtaxe nehmen würden. Diese wäre wohl inkludiert laut Text aus dem Katalog. Ich habe sie dann aufgeklärt, was wirklich hinter der Kurtaxe steckt.

Welche Bar ist die weltweit coolste?

Das Ce La Vi Tokyo in Tokio, eine Rooftop-Bar im 17. Stock. Von dort hat man einen fantastischen Blick, auch auf die berühmte Kreuzung Shibuya Crossing. Ich habe Höhenangst, aber dort war ich so geflasht, dass ich das irgendwie vergessen und mich wirklich wohl gefühlt habe.

Ein roter Kreis mit einer weißen Herz-Kontur in der Mitte, in der der Text MEIN JOB & ICH in einer kursiven, weißen Handschrift-Schriftart zu sehen ist.

Mein Job & Ich erscheint alle zwei Wochen in touristik aktuell und danach hier online. Diese Folge finden Sie in ta 09/2025 vom 12. Mai 2025.

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