
Dubai ist auch für Kinder ein Abenteuer: In spektakulären Wasserparks wird geplanscht, in der Wüste geht es im Jeep über Dünen und auf dem Kamel weiter. Zwischen Wasserrutschen, Sand und Sonnenuntergang wird die Glitzermetropole zum riesigen Spielplatz.
„Mama, können wir da auch mal mit dem Hubschrauber hinfliegen?“ – „Wohin denn?“ – „Na da oben, auf den Landeplatz von dem Hotel da.“ Mit großen Augen schaut der Fünfjährige auf das weiße Segel des Burj Al Arab. Tja, Mama hätte nichts dagegen, muss dafür aber auf einen Lottogewinn hoffen. Macht nichts, denn in Dubai gibt es auch sonst noch viel zu erleben.
Die meisten Aktivitäten, die Kindern Spaß machen, haben mit Wasser zu tun. Und davon gibt es – Entsalzungsanlagen sei Dank – genug im Wüstenstaat. Besonders die großzügigen Aqua-Parks ziehen bei über 40 Grad im Schatten Urlauber jeden Alters magisch an.
Wasserspaß für kleine Abenteurer
Wer sich richtig austoben möchte, dem seien der Wild Wadi Waterpark und das Aquaventure empfohlen. Die Spaßanlagen gehören zu den Hotels Jumeirah Beach und Atlantis The Palm und stehen allen Besuchern offen. In beiden Parks dauert es nicht lange, bis der Kleine und seine Kumpels ihren Lieblingsplatz gefunden haben: den Spaßbereich für alle Knirpse unter 1,20 Meter Länge. Diese magische Grenze muss für die wesentlich spektakuläreren, achterbahnartigen Reifenrutschen überschritten werden.
Wie generell in Dubai sind auch in den Wasserparks sowohl die Angestellten als auch die anderen Besucher extrem kinderfreundlich. Das wildeste Gekreische und die manchmal nicht sehr platziert gelandeten Arschbomben schocken hier keinen. „Hey man, gimme five!“, gehört zum Standardrepertoire der stets gut gelaunten Badeaufseher, wildfremde Menschen streichen den Zwergen permanent durchs nasse Haar.
Mit Vollgas durch die Wüste
Wer tagsüber so viel Wasser geschluckt hat, kann gegen Abend, wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, auch etwas Sand vertragen. „Fahren wir jetzt echt in die Wüste?“ – „Ja, machen wir, und zwar mit dem Jeep!“ Der Fahrer vergewissert sich erst mal, ob den Kindern beim Autofahren auch nicht schlecht wird und prescht dann die erste Düne hoch. Seitlich abrutschend geht es wieder runter, bevor der nächste rote Sandhaufen mit Vollgas in Angriff genommen wird. Das Adrenalin im Blut spült jeden Gedanken an eine mögliche Übelkeit weg, aufgeschrien wird bei dieser wilden Berg- und Talfahrt nur vor Freude.
Am Ende der Tour warten im Sonnenuntergang fünf müde aussehende Kamele auf ihre Reiter. Was im Jeep zu purer Ekstase geführt hatte, wird hier auf einmal zum Problem: „Das wackelt so doll, ich will wieder runter!“ Für das anschließende orientalische Abendessen im Sand sind die Jungs viel zu aufgekratzt, lieber wetteifern sie darum, wer mehr Limo trinken kann und bei wem mehr Kamelkacke an den Füßen klebt.
Der Wettstreit geht unentschieden aus, und auch beim schnellsten Einschlafen auf dem Rückweg ins Hotel gibt es drei Gewinner. Gut so, denn es wartet ein weiterer, aufregender, anstrengender und faszinierender Tag in der Glitzermetropole mitten in der Wüste.


