Thailand: Auf Phukets Spuren

Auf Thailands zweitgrößter Insel werden Baumhäuser und Strandhütten zunehmend von Vier-Sterne-Resorts verdrängt.
Auf Thailands zweitgrößter Insel werden Baumhäuser und Strandhütten zunehmend von Vier-Sterne-Resorts verdrängt. Foto: jm

Thailand ist unserer Zeit weit voraus. Das Königreich schreibt schon das Jahr 2551. Ihrer Zeit voraus waren ebenfalls die Hippies und Blumenkinder, die Ende der 1960er Jahre Koh Samui entdeckten und dann auch vor dem Rest der Welt nach Koh Chang kamen. Anfang der 80er entstanden dort die ersten Holz- und Bambushüttchen, Fischer sorgten für den Bootstransfer, die Szene traf sich abends im dämmrigen Schein von Petroleumlampen und schwärmte vom Paradies. Heute schickt sich Koh Chang an, auf den Spuren von Phuket zu wandeln, mit feinen Resorts und Restaurants. Seit Inbetriebnahme von Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi ist Thailands Ostküste mit dem verrufenen Pattaya, der an den Wochenenden überlaufenen Nationalparkinsel Samet und der an der kambodschanischen Grenze liegenden Insel Chang näher an die Hauptstadt herangerückt. Zwar bleiben immer noch gut 250 Kilometer vom Airport nach Laem Ngop, dem Fährhafen nach Koh Chang, aber die Fahrtzeit hat sich seitdem um gut zwei Stunden auf sechs Stunden ab Bangkok verringert. Man kann inzwischen sogar mit dem Mietwagen via Autofähre zur Sapparot-Bucht auf die Insel, deren Ringstraße in gutem Zustand ist. Ein Geländewagen ist nicht notwendig. Außerdem fliegt Bangkok Airways seit 2006 täglich von Bangkok in die nahe Provinzhauptstadt Trat. Dschungel im Inselinneren Noch gilt Koh Chang, das zusammen mit mehr als 50 kleineren Nachbarinseln einen Meeresnationalpark bildet, als unberührtes Idyll. Die Dschungellandschaft im Inselinneren ist eine der intaktesten des Landes, die Strände gehören zu den schönsten. Auf Thailands zweitgrößter Insel wohnen nur etwa 4.000 Menschen, die vom Fischfang, Kokospalmen, Ananas, Gummibäumen und zunehmend vom Tourismus leben. Elektrizität sowie zwei kleine Krankenhäuser gibt es erst seit rund zehn Jahren. Baumhaus als Alternative Und seitdem haben auch komfortable Bungalow-Anlagen und Hotels die sehr einfachen Unterkünfte an den Stränden abgelöst. Besonders am Khlong Prao Beach sind inzwischen die Drei- und Vier-Sterne-Resorts wie Amari, Tropicana, Ramayana oder Panviman, die auch über Veranstalter wie Meier?s Weltreisen oder Dertour zu buchen sind, in der Überzahl. Am Bai Lan Beach ist kürzlich das Vier-Sterne-Resort Dusit Princess dazugekommen. Als urige Alternative stehen dort noch die 20 Baumhäuser von The Mangrove zur Verfügung. Einzigartig in ganz Thailand sind am Bang Bao Beach die 14 hölzernen Overwater-Bungalows von Bang Bao Sea Huts. Wer aber der guten alten Rucksackzeit nachhängt, quartiert sich am Thanam Beach ein, der auch Lonely Beach genannt wird. Dort gibt es immer noch sehr einfache Hütten ab fünf Euro pro Nacht. Diese werden zwar immer weniger und der Luxus, den Phuket bietet, ist noch weit entfernt, aber Koh Chang ist ja auch gut 20 Jahre später dran.

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