Donau-Doppelschlag

Blick vom Stiegelesfelsen im Donaubergland.
Blick vom Stiegelesfelsen im Donaubergland.
Zweitschönster Wanderweg Deutschlands: der Donau-Panoramaweg. Fotos: mc
Zweitschönster Wanderweg Deutschlands: der Donau-Panoramaweg. Fotos: mc

Die Donau ist sagenhaft. Da gibt es sagenhafte Landschaften entlang des Flussufers. Und es gibt mystische Sagen über mächtige Donaufürsten und schöne Donaunixen. Kein Märchen sondern eine Tatsache sind die umtriebigen Geister an der Donau: Touristiker, die zwei ehrgeizige Projekte am zweitlängsten Fluss Europas vorantreiben. Diese dürften Wellen schlagen.

Das Donaubergland (Baden-Württemberg) eröffnet im Mai gleich fünf Premiumwanderwege. Die eigens geschaffene Marke „Donau-Wellen“ clustert die Rundtouren. Und in Bayern entsteht derzeit der Donau-Panoramaweg, ein 220 Kilometer langer Fernwanderweg. Zwei bedeutende touristische Projekte entlang des berühmten Stroms.

Michael Körner, Produkt-Manager bei Ostbayern Tourismusmarketing, bastelt einen Wegweiser zusammen. Körner ist verantwortlich für den Donau-Panoramaweg, der voraussichtlich von Juni an auf einer Länge von 220 Kilometern Neustadt an der Donau mit Passau verbinden wird. Bedenken, Flussuferwandern sei nicht abwechslungsreich, kann Körner zerstreuen: „Der ständige Blick auf das Wasser gibt dir viel“, sagt er. Zumal man nicht mit Trittsicherheit und Schwindelgefühlen kämpfen müsse: Der Weg ist fast auf seiner gesamten Länge eben. Auch habe er noch nirgends so viele Wildtiere gesehen, erzählt der passionierte Wanderer.

Die Wanderwege, die übrigens kaum mit Radlern geteilt werden müssen, sind zwar nicht völlig neu. Aber erstmals erhalten sie ein Gesamtvermarktungskonzept. Und einen Namen, der nicht zu dick aufträgt. Überall warten Panoramablicke, etwa auf das weltberühmte Kloster Weltenburg, auf malerische Donaufelsen, Hopfengärten und auf das zweitkleinste Weinbaugebiet Deutschlands. Die Wanderer erleben aber auch sehenswerte Städte wie Regensburg, Straubing und Passau. Dort knüpft dann nahtlos der Donausteig an, der sich über 400 Kilometer durch Österreich windet.

Um dieses Erlebnis zwischen Kultur und Natur zu ermöglichen, verzichtete Ostbayern Tourismus bewusst auf ein Qualitätssiegel. Denn diese schreiben einen sehr geringen Anteil an asphaltierten Straßen vor. „Ohne Zertifizierung können wir gewisse Dinge ermöglichen“, erläutert Körner. Nämlich durch Städte hindurchzuwandern. Und es vereinfacht die umweltgerechte Erreichbarkeit mittels Bahn und Bus. Es wäre in der Tat zu schade, wenn Wanderer die historischen Innenstadtkerne versäumen würden.

Im schwäbischen Donaubergland hat man einen anderen Weg gewählt. Dort werden im Mai fünf Premiumwanderwege eröffnet. Sie laufen unter der neuen Marke „Donau-Wellen“, allesamt Rundtouren entlang der Jungen Donau oder auf den Hochflächen über dem Wasser. „Qualitätsstandards sind beim Wandern heutzutage das Maß aller Dinge“, sagt Walter Knittel, ‧Geschäftsführer der Donaubergland GmbH, „die Besucher orientieren sich am Qualitätsversprechen.“ Im Donaubergland wachse der Wandertourismus weiterhin spürbar.

Damit das so bleibt, wird auf den Premiumwanderwegen Personen- und Gepäcktransfer angeboten. Außerdem Wanderpauschalen, um das Gebiet bei einem längeren Aufenthalt zu erkunden. Es lohnt sich: Der Donauberglandweg wurde vom Deutschen Wanderverband zum zweitschönsten Wanderweg gewählt.

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