Levi: Purzelbäume im Schnee

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Grafik mit diagonalen Farbbalken in Pink- und Violetttönen, weißem Text sowie dem Logo von Hyatt Ziva Corfu auf der rechten Seite vor weißem Hintergrund.
An ihm kommt in Levi niemand vorbei: DJ Leviäjäi rockt
An ihm kommt in Levi niemand vorbei: DJ Leviäjäi rockt. Foto: uf


Im finnischen Levi locken nicht nur Skipisten und Huskys: Wenn Polarlichter über den Himmel tanzen, strömen selbst Partygäste nach draußen. Lappland zeigt sich als Winterwunderland – und will längst auch im Sommer Besucher begeistern

Auf einmal stürmen die Gäste nach draußen. Die Sängerin, die eben noch mit „I Will Survive“ für Stimmung im Bergrestaurant Tuikku gesorgt hat, schaut verdutzt. Und spult ihr Programm profimäßig weiter ab. „Wo geht ihr hin?“, ruft eine Frau einem vorbeiflitzenden Mann zu. „Draußen sind Polarlichter zu sehen“, sagt der, und schon ist er verschwunden.

Tatsächlich durchziehen grüne Schleier den sternenklaren Himmel über dem Ferienort Levi hoch im Norden Finnlands. Das einzigartige Naturschauspiel würde bei den Beobachtern eine Gänsehaut verursachen – wenn sie nicht schon längst eine hätten: Gerade in den Wintermonaten ist es in Levi empfindlich kalt. Im Januar liegen die Temperaturen beispielsweise bei maximal minus 10 Grad. Beste Voraussetzungen für Wintersportler.

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Eine lächelnde Frau in dunkelblauer Uniform bildet mit ihren Händen ein Herz vor der Brust, im Hintergrund ist die leere Kabine eines Flugzeugs zu sehen.

Levi ist das größte Wintersportzentrum Finnlands. Die Wintersportsaison beginnt im Oktober und dauert bis Anfang Mai. Dann bevölkern Skifahrer die Pisten, Sportler sind mit dem Fat-Bike, Schneeschuhen, Rentieren unterwegs. Und mit Huskys.

Beliebte Huskytouren

Bis zu 40 Kilometer pro Stunde können die Huskys rennen
Bis zu 40 Kilometer pro Stunde können die Huskys rennen. Foto: uf

Knapp 40 Kilometer von Levi entfernt werden die Gäste mit lautem Gebell begrüßt. 150 Hunde leben auf der Wild Motion Huskyfarm. Die Tiere ahnen, was gleich passieren wird: Sie dürfen durch die Winterlandschaft rennen, mit den Touristen im Schlepptau. Doch zunächst steht für die Menschen in den dicken Thermoanzügen erst einmal eine Einführung auf dem Programm. Vor allem dem Thema Bremsen wird einige Zeit eingeräumt. Schließlich können die Schlitten, vor die sechs Tiere gespannt sind, verflixt schnell werden. „Immer die Hände am Griff halten, die Füße bleiben während der Fahrt auf den beiden Kufen“, mahnt der Tour-guide. „Und wichtig: Wenn wir stehen bleiben, müssen beide Füße auf der Bremse sein.“

Los geht’s bis zur ersten Kurve. Dann stoppt die Kolonne. Perfekter Moment, um ein Foto zu schießen, denkt eine Teilnehmerin. Und bereut es sofort. Denn als die Hunde merken, dass sie von der Bremse tritt, rasen sie los. Mit Schlitten und Passagier, aber ohne Fotografin. Zeit zum Überlegen, was da wohl schiefgegangen ist, bleibt nicht. Die Frau rennt dem Hundemobil hinterher, das schließlich von selbst stoppt – weil es auf den voraus fahrenden Schlitten donnert. Ein böser Blick vom Guide und eine Entschuldigung der Frau später geht es weiter. Unfallfrei bis zum Ziel.

Ausbau zur Ganzjahresdestination

Nach der Safari ist Chillen angesagt. Bilder: ut
Nach der Safari ist Chillen angesagt. Foto: uf

Dort erklärt der Guide, dass die Hunde im Sommer Urlaub machen und Kräfte sammeln. Für die nächste Wintersaison, wenn wieder unzählige Touristen kommen. 2017 sind laut Jyrki Oksanen von Visit Finland im Norden Finnlands etwa 160.000 Übernachtungen deutscher Touristen registriert worden. Diese kommen vor allem im Winter, wenn die letzte Wildnis Europas zum Schneeparadies wird. Doch dass Lappland eine Ganzjahresdestination ist, haben die Veranstalter bereits erkannt.

DER Touristik hatte beispielsweise auch im vergangenen Sommer zahlreiche Touren durchs finnische Lappland im Programm und erweitert das Portfolio im Sommer 2019 um mehrere Touren. Unter anderem gehen Wanderer in kleiner Gruppe auf große Nationalparkrunde.