Navarra: Pools und Märchenschloss

Fantastisches Farbenspiel: die blauen Pools im Tal des Urederra
Der Palast Karls III. ist in Olite anzuschauen

Sofort ist sein Besitzer mit einem Schäufelchen zur Stelle. Denn was hier in nicht einmal 50 Zentimetern unter der Erde steckt, bringt auf dem internationalen Markt gut und gerne 600 bis 1.000 Euro ein: Schwarze Trüffel.

Die Gemeinde Metauten in der nordostspanischen Provinz Navarra hat dem Pilz nun ein eigenes Museum gewidmet. Damit möchten die Betreiber die Spezialität auch im eigenen Land bekannt machen. Weil die katholische Kirche die Pilze früher als Teufelsknollen verboten hatte, sind sie in der spanischen Küche kaum vertreten.

Drei europäische Großregionen

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Auch wer bei der Trüffelsuche nicht auf seine bukolischen Kosten kommt, kann in Navarra viele ungehobene Schätze entdecken. Auf nur zwei Prozent der Landesfläche Spaniens stoßen drei europäische Großregionen zusammen: Die Pyrenäen treffen auf den Atlantik und das mediterran geprägte Kernland. Im Schatten der Berge ist durch Überweidung mit dem Naturpark Bardenas Reales sogar eine eigene Lehmwüste entstanden, die heute vielfach als Filmkulisse dient.

Ein Muss ist auch der Naturpark Urbasa und Andia. Wer dort hindurch wandert oder fährt, wird seinen Augen kaum trauen. Der Park umfasst eine windige Hochebene, die ganz plötzlich 700 Meter nach Süden abfällt. Über dem Rand der schroffen Kalksteinwand schweben Mönchsgeier. Vom Dorf Baquedano führt ein schmaler Weg hinein in den Buchenwald unterhalb des Felsabbruchs. Schon nach kurzer Strecke hört man es rauschen. Das Wasser des Urederra sucht sich durch Spalten seinen Weg durch das poröse Gestein in türkisblaue Pools wie aus dem Bilderbuch.

Sechs Türme im Märchenschloss

Ein Schatz anderer Art thront auf einem Felssporn in der Kleinstadt Olite. Hier ließ der aus Frankreich stammende König Karl III., der Edelmütige, seiner anspruchsvollen Gattin Eleonore im 15. Jahrhundert neben die alte Burg einen Palast bauen, der zu den luxuriösesten Herrschersitzen des Spätmittelalters gehörte. Seine sechs Türme in allen erdenklichen Formen, die mit Weinlaub überrankten Innenhöfe und die hohen Gewölbe machen ihn heute zum romantischen Märchenschloss. In der alten Burg nebenan bietet ein Hotel aus der Paradores-Kette behaglichen Übernachtungskomfort.

Auf dem Rückweg nach Pamplona wartet auf dem Feld unweit von Puente la Reina die achteckige Pilgerkirche Santa Maria de Eunate. Als weithin sichtbare Landmarke weist sie Pilgern seit 800 Jahren den Weg von zwei Pyrenäenpässen hinab ins Ebrotal. Dreimal muss man der Überlieferung nach an den 33 Arkadenbögen um das Gotteshaus entlangschreiten, um schließlich mit dem Eintritt in die Kirche die Erlösung zu erlangen. Wegen ihrer komplexen Zahlen-Symbolik wurde das Kirchlein früher den Tempel-Rittern zugeschrieben. Heute halten Esoteriker sie für einen besonderen Kraftort.

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