Delfinduett in Panama

Die Wasserfront des Hauptortes Bocas del Toro auf der Isla Colon. Foto: bk

Delfine springen aus türkisblauem Wasser, Faultiere dösen im Dschungel und Palmen säumen feine Sandstrände: Bocas del Toro vereint wilde Natur mit lässigem Karibik-Flair. Ein Paradies, das Panama-Reisende erst spät für sich entdeckt haben.

Vor gut 20 Jahren konnten Delfine und Faultiere ihr Leben in der Provinz Bocas del Toro unbeobachtet genießen. Heute klicken laufend Kameras, zumindest in der Dolphin Bay, die malerisch umrahmt ist von Mangrovenhainen, Dschungelgrün, feinsandigen Inseln und bergigem Festland.

Delfine und Faultiere im Naturparadies

Hier an der Karibikküste Panamas erstreckt sich der „Meeres Nationalpark Insel Bastimentos“, in dem auch Kaiman, Seekuh, Fregattvogel und Kapuzineraffe leben. Und Delfine. Kleinere Boote schwanken nach links oder rechts, wenn ein Delfin – im Minutentakt und oft im Duett – aus dem Wasser springt und Urlauber in seinen Bann zieht. Und mancher „Gringo“ will gar ein Faultier streicheln, das nicht nur verborgen im dichten Urwald, sondern auch am Ast nahe eines Touristenpfades mit dem Kopf nach unten döst.

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Ein blauer Hintergrund mit weißem Text, der einen Zeitraum vom 7. bis 18. September, Angebote für Kinder und Stornierungen sowie einen Button enthält.

Es grenzt an ein Wunder, dass erst die Weltenbummler und dann rasch folgend die Reiseveranstalter die Provinz im Nordostzipfel recht spät entdeckt haben. Früher drehte sich alles im Land fast nur um den berühmten Kanal und die nahe Metropole Panama- Stadt mit der historischen Altstadt direkt am Pazifik. Doch in Bocas auf der Karibik-Seite mit langer Küste, sechs größeren und ungezählten kleinen feinsandigen Palmeninseln herrscht faszinierender Latino-Karibik-Mix: Mestizen, Weiße und Schwarze, Spanisch und Englisch, Reggae und Rock, Burger, Tortilla, Bier und Rumpunsch.

Am Strand einer Hotelanlage auf der Insel Colon. Foto: bk

Karibik-Flair zwischen Palmen und Reggae

Vor allem das lässig-freundliche Caribbean Feeling zieht die Urlauber in ihren Bann – und in die Bars und Restaurants. Die Bandbreite für Unterkünfte ist groß, wie auf den Malediven gibt es Bungalows, die auf Stelzen im Meer stehen. Dem Bau- und Touristenboom vor allem auf Colon und dem Hauptort, der ebenfalls Bocas del Toro heißt, hinkt die Infrastruktur mit Kanalisation und Straßen hinterher. Die Propellermaschine von Panama- Stadt ist in einer Stunde auf der Isla Colon.

Wer Zeit hat und viel Natur sehen will, fährt mit dem Bus ins Küstenstädtchen Almirante, wo viele Boote auf Inseln wie Colon, Bastimentos oder einfach nur zum Tauchen rausfahren. Wer Robinson-Crusoe-Feeling mag oder sich so wohlfühlen möchte wie der kleine Tiger, der Held der Janosch-Geschichte „Oh, wie schön ist Panama“ , der sagt dem Kapitän, was er sucht. In weniger als einer Stunde dürfte er am Ziel seiner Träume sein.

Bernd Kubisch